Sport-Abenteuer in der Mongolei

Die besten Sport-Spots und Abenteuer in der Mongolei – Reisetipps, Packlisten und Erfahrungen von DOMISPORTS.

Spots in der Mongolei

Terelj Nationalpark

Tov · Reiten, Trekking, Wandern · Beste Zeit: Jun–Sep

Der einfachste Einstieg ins Nomadenland: Nur wenige Stunden von Ulaanbaatar reitest du durch Täler voller Granitfelsen und übernachtest in Ger-Camps bei Nomadenfamilien. Die Pferde sind halbwild, die Gastfreundschaft ist echt. 3-Tages-Pferdetrek mit Ger-Camp-Übernachtung — das volle Mongolei-Erlebnis.

Khustain Nuruu

Tov · Reiten, Wandern · Beste Zeit: Jun–Sep

Hier lebt das letzte echte Wildpferd der Welt: Im Schutzgebiet von Hustai beobachtest du die erfolgreich zurückgewilderten Przewalski-Pferde, zu Fuß oder aus dem Sattel. Kurze Anreise ab Ulaanbaatar — große Wirkung. 2-Tages-Tour ab UB mit Ger-Camp — echtes Nomadenleben.

Gobi-Wüste

Ömnögovi · Trekking, Reiten, Sandboarding · Beste Zeit: Jun–Sep

Die Gobi ist kein leeres Sandmeer, sondern ein Wechselspiel aus Dünen, Eisschluchten und Dinosaurier-Fundstellen: Du trekkst über die singenden Dünen von Khongoryn Els und reitest Kamele von Camp zu Camp. Weite, die du körperlich spürst. Kamel-Trek durch die Gobi — 3-5 Tage ab Dalanzadgad.

Orkhon-Tal

Övörkhangai · Reiten, Trekking · Beste Zeit: Jun–Sep

Das UNESCO-Kulturtal der Steppe: Du reitest tagelang am Orkhon entlang, vorbei an Wasserfall, Klöstern und Jurten-Camps — geschlafen wird bei Nomadenfamilien. Reiterfahrung hilft, Sitzfleisch ist Pflicht. 3-Tages-Pferdetrek ab Karakorum — echtes Nomaden-Camp.

Khövsgöl-See

Khövsgöl · Trekking, Kajakfahren, Reiten · Beste Zeit: Jun–Sep

Die 'blaue Perle' der Mongolei: ein riesiger, glasklarer Bergsee nahe der sibirischen Grenze, den du im Sommer per Kajak, zu Pferd oder auf Uferpfaden erkundest. Nachts wird es selbst im Juli frisch — dafür ist der Sternenhimmel absurd gut. Eistrekking im Winter — der See friert 1.5m dick.

Altai Tavan Bogd Nationalpark

Bayan-Ölgii · Trekking, Bergsteigen, Reiten · Beste Zeit: Jun–Sep

Das alpine Highlight der Mongolei: fünf Gletschergipfel um die 4000 Meter, der Potanin-Gletscher und Trekkingrouten, auf denen Kamele dein Gepäck schleppen. Der Malchin Peak geht ohne Seil und belohnt mit Blick auf drei Länder, für den Khüiten (4374 m) brauchst du Steigeisen und Gletschererfahrung. Zwischen den Etappen sitzt du mit kasachischen Guides im Sattel. Ohne Grenzzonen-Permit kommst du nicht in den Park — das holst du dir vorab in Ölgii.

Naiman Nuur

Övörkhangai · Reiten, Trekking, Wandern · Beste Zeit: Jun–Sep

Acht Vulkanseen auf 2400 Metern im Khangai-Gebirge, die kein Fahrzeug erreicht — das ist der klassische Pferdetrek der Mongolei. Drei, vier Tage im Sattel ab dem Orkhon-Tal, mit Galopp-Passagen über Bergwiesen und Camp am Shireet-See. Geht genauso gut als Mehrtageswanderung mit Packpferd. Autos scheitern an den letzten Kilometern Sumpf und Lavagestein — genau deshalb hast du die Seen fast für dich.

Khorgo-Terkhiin Tsagaan Nuur Nationalpark

Arkhangai · Wandern, Reiten, Angeln · Beste Zeit: Jun–Sep

Erloschener Vulkan trifft Great White Lake: Morgens stehst du nach kurzem Aufstieg am Khorgo-Kraterrand, danach wanderst du durch Lavafelder ans Seeufer. Dazu Reiten in den bewaldeten Bergen, Angeln auf Hecht und Barsch, im Hochsommer sogar Baden — alles direkt vom Ger-Camp aus. Der entspannteste Sport-Stopp der Khangai-Runde. Der See auf 2060 Metern taut erst im Juni komplett auf — Baden und Paddeln lohnt ab Juli.

Khan Khentii

Khentii · Reiten, Trekking, Angeln · Beste Zeit: Jun–Sep

Ein Wildnisgebiet dreimal so groß wie Yellowstone, quasi ohne Menschen: Im Khan Khentii reitest du tagelang durch Lärchenwälder und die Quelltäler von Tuul, Cherlen und Onon. Basis ist das Ger-Camp in den Jalman Meadows, das Gepäck übernimmt der Jak-Karren. Angler werfen hier auf Taimen — den größten Lachsfisch der Welt. Die letzten acht Kilometer zum Camp geht's nur zu Fuß, zu Pferd oder per Jak-Karren — das filtert die Massen zuverlässig raus.

Kharkhiraa-Türgen-Gebirge

Uvs · Trekking, Bergsteigen · Beste Zeit: Jul–Sep

Die härteste Trekkingrunde des Landes: Zwischen den Zwillingsgipfeln Kharkhiraa (4037 m) und Türgen querst du 3000er-Pässe, Gletscherbäche und blühende Hochplateaus. Acht bis vierzehn Tage autark unterwegs, Kamele der Khoton-Nomaden tragen die Ausrüstung. Einsamer geht Trekking kaum. Auch im August liegt auf den Pässen Schnee — pack Winterausrüstung ein, egal was der Kalender sagt.

Kharkhiraa & Turgen

Uvs · Trekking, Wandern, Reiten · Beste Zeit: Jun–Sep

Zwei Nachbarberge im äußersten Westen: Kharkhiraa mit 4.037 m und Turgen mit 3.965 m, mitten im Schutzgebiet nahe der russischen Grenze. Der Standard-Trek zieht in rund 8 Tagen etwa 120 km durch Gletschertäler und über zwei Pässe auf 2.930 und 2.944 m. Markierte Wege gibt es praktisch keine, dafür Blumenwiesen, Gletscherbäche und Schneeleoparden-Revier — und tagelang keinen anderen Wanderer. Dein Gepäck tragen Kamele der Khoton- und Durvud-Familien aus den Tälern — du läufst die 120 km nur mit Tagesrucksack.

Darkhad-Senke

Khövsgöl · Reiten, Trekking · Beste Zeit: Jun–Sep

Die Darkhad-Senke liegt auf rund 1.600 m zwischen Ulaan-Taiga und Khoridol-Saridag — hier reitest du, weil es schlicht keine Straßen gibt. Ab dem Dorf Tsagaannuur geht es 5 bis 8 Tage in die West-Taiga zu den Dukha, den letzten Rentiernomaden des Landes; 4 bis 7 Stunden täglich auf kleinen, sturen Mongolenpferden. Reiterfahrung brauchst du nicht, Sitzfleisch schon. Ab Tsagaannuur ist Schluss mit Auto — und weil die Dukha-Lager ständig weiterziehen, steht die genaue Route erst am Morgen des Aufbruchs fest.

Bogd Khan Uul

Ulaanbaatar · Wandern, Trekking · Beste Zeit: Mai–Okt

Ulaanbaatars Hausberg und eines der ältesten Schutzgebiete der Welt, unter Schutz seit 1778. Auf den Hauptgipfel Tsetsee Gun (2.268 m) sind es rund 8,5 km und 590 Höhenmeter durch Lärchen- und Kiefernwald, hin und zurück etwa sechs Stunden. Perfekt für den ersten Tag nach der Landung: keine Spezialausrüstung nötig, und oben liegt dir die ganze Stadt zu Füßen. Der Klassiker ist die Überschreitung: von Zuunmod am Manzushir-Kloster vorbei hoch und auf der Nordseite nach Zaisan runter — so brauchst du keinen Rückweg zum Auto.