Ausrüstung und Cockpit für harte Höhenmeter und Touren

Neue Entwicklungen bei Rahmen, Schaltungen und Verstaumöglichkeiten zeigen, wie moderne Räder für anspruchsvolle Profile aufgebaut werden.

Wer viele Höhenmeter oder lange Strecken in Angriff nimmt, steht schnell vor der Frage, wie das Rad dafür gerüstet sein sollte. Im professionellen Bereich verdeutlichen neue Streckenführungen die Anforderungen an Mensch und Material: So führen Berichte von Sportschau und Radsport-News zur Route des Giro d'Italia 2027 vor Augen, dass auf 3.418,9 Kilometern (laut Radsport-News 3.419 Kilometer) satte 50.250 Höhenmeter anstehen. Dabei sind Steigungen an Pässen wie dem Mortirolo, Gavia oder Zoncolan zu bewältigen. Bei der Vuelta a España stehen laut Radsport-News sogar Gravel-Abschnitte an extremen Anstiegen wie dem bis zu 23 Prozent steilen Angliru im Raum. Auch wenn man nicht bei einer Grand Tour startet, zeigen die aktuellen Materialtrends bei Gravel- und Rennrädern, worauf es bei anspruchsvollen Bedingungen ankommt.

Schaltung und Reifen für extremes Terrain

Anstiege mit steilen Rampen und losem Untergrund verlangen eine passende Übersetzung und Grip. Am Beispiel des neuen Scott Addict Gravel 10 (vorgestellt bei Gravel Cyclist) wird deutlich, in welche Richtung sich gravelspezifische Aufbauten entwickeln: Das Rad setzt auf einen reinen 1-fach-Antrieb mit der SRAM Force 1×13 XPLR-Gruppe, kombiniert mit einem UDH-Schaltwerk und einer Kettenführung. Während dieses Rad strikt als 1x-Aufbau konzipiert ist, setzt auch der Straßenbereich zunehmend auf moderne Schaltsysteme: Pivot rüstet sein Rennradmodell Pravia laut einem Bericht von Velo by Outside ausschließlich für elektronische Schaltungen aus.

Neben der Schaltung spielt das Fahrwerk eine entscheidende Rolle für Kontrolle und Komfort auf unebenen Wegen. Das Gravel-Modell von Scott bietet eine Reifenfreiheit von bis zu 57 Millimetern an Front und Heck und rollt auf Fulcrum Sharq GR-Laufrädern. Zusammen mit einer ausbalancierten Rahmengeometrie soll das laut Hersteller auf unbefestigten Routen für die nötige Laufruhe sorgen, wenn das Profil abseits des Asphalts anspruchsvoller wird.

Gepäck und Werkzeug sauber am Rahmen unterbringen

Für lange Unternehmungen, Mehrtagestouren oder leichtes Bikepacking rückt die direkte Integration von Stauraum in den Fokus der Konstrukteure. Statt jede Kleinigkeit außen an den Rahmen zu schnallen, etablieren sich interne Fächer im Unterrohr. Bei Scott dient das Fach dazu, Pannenwerkzeug und Zubehör direkt im Unterrohr verschwinden zu lassen, wodurch im Rahmendreieck mehr Platz für klassische Rahmentaschen frei bleibt.

Dass dieses Konzept nicht nur dem Abenteuerbereich vorbehalten ist, zeigt die Vorstellung des Pivot Pravia auf Velo by Outside. Pivot-Gründer Chris Cocalis beschreibt dort, wie aufwendig die Entwicklung einer Klappe im Unterrohr war, die weder knarzt, klappert noch undicht wird, während gleichzeitig die nötige Rahmensteifigkeit erhalten bleiben musste. Für Pannenunterwegs gibt es zudem clevere Lösungen im Cockpit: Scott platziert beispielsweise ein Werkzeug sowie ein Tubeless-Reparaturset in den Lenkerendstopfen. Zusätzliche Gewindeösen an der Gabel und auf dem Oberrohr schaffen weitere Befestigungsmöglichkeiten für Flaschenhalter und Ausrüstung.

Aerodynamik und Belüftung auf langen Abschnitten

Wer viele Stunden im Sattel verbringt, achtet neben dem Rad selbst auch auf die persönliche Ausrüstung. In einem Testbericht auf Velo by Outside wurde der Giant Pursuit Aero-Helm vorgestellt. Der Tester Josh Ross hebt hervor, dass moderne Aero-Helme dank interner Luftkanäle selbst bei extremen Bedingungen wie Fahrten im Death Valley ausreichend kühlen können. Zugleich schützt eine geschlossenere Schale vor intensiver Sonneneinstrahlung auf der Kopfhaut. Solche aerodynamischen Komponenten werden im Test als kostengünstige Möglichkeit beschrieben, auf flachen oder welligen Zwischenstücken Kraft zu sparen.

Was das für deine Routenplanung bedeutet

Wenn du deine nächste Mehrtagestour oder eine Tour mit vielen Höhenmetern planst, kannst du dir von diesen Entwicklungen einiges abschauen:

Das nimmst du mit: Passe Schaltung und Reifenbreite frühzeitig an die Steilheit deines Profils an und verstau schweres Werkzeug möglichst tief und integriert am Rad.

Quellen

Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.