Wenn der Spielplan dicht wird, entscheiden Kopf und Körper über Sieg oder Niederlage. Die Profi-Tour zeigt, wie wichtig Pausen und Rituale sind.
Auf der Profitour zeigt sich gegen Ende des Jahres regelmäßig, wie stark der Körper unter einer dichten Abfolge von Turnieren leidet. Beim Masters-Turnier in Shanghai traten diese Belastungen zuletzt sehr deutlich zutage. Während Alexander Zverev trotz anhaltender Schmerzen am rechten Sprunggelenk um jeden Punkt kämpfte, musste Jannik Sinner seine Saison wegen einer Knieverletzung bereits vorzeitig beenden. Auch Carlos Alcaraz wirkte nach seinem Turniersieg in Tokio nur wenige Tage später in Shanghai müde und schied überraschend früh gegen Zizou Bergs aus.
Die Berichte von FAZ, tennisnet und Tennis365 zeichnen ein klares Bild: Wer viele Matches in den Knochen hat, verliert ohne gezieltes Gegensteuern schnell die mentale Frische oder riskiert Verletzungen. Profis wie Alex de Minaur heben deshalb hervor, dass eine konsequente Regeneration nach Verletzungen und eine präzise Taktik der einzige Weg sind, um trotz Müdigkeit konkurrenzfähig zu bleiben. De Minaur gab nach einer Leistenverletzung an, sich tagelang voll auf die Erholung konzentriert zu haben, um anschließend wieder stabil servieren zu können.
Um in engen Phasen die Nerven zu behalten, greifen viele Spieler zu festen Routinen. Laut Berichten von Tennis365 prellte Alexander Zverev den Ball bei den US Open zwischen erstem und zweitem Aufschlag über 12.000 Mal. Zverev räumte selbst ein, dass dies extrem gewesen sei, verteidigte aber das Einhalten des offiziellen Zeitrahmens von 24 Sekunden, um den Fokus nicht zu verlieren. Diese ausgedehnten Pausen stören jedoch den Spielfluss der Kontrahenten.
Alex de Minaur und Ex-Profi Brad Gilbert forderten laut tennisnet deshalb strengere Regeln: eine zusätzliche Shot-Clock zwischen den Aufschlägen sowie die Begrenzung auf einen einzigen Ballwurf. Ob solche Anpassungen kommen oder wie man mit äußeren Einflüssen wie Windstößen verfahren würde, bleibt offen. Für den Einzelnen erfüllen diese Abläufe dennoch einen Zweck: Sie verlangsamen das Geschehen, wenn der Puls rast, und schützen vor überhasteten Fehlern.
Neben körperlichen Wehwehchen nagen äußere Bedingungen an der Konzentration. Carlos Alcaraz haderte in Shanghai lautstark mit den Bällen, die ihm das gewohnte Instinktspiel raubten, und fand sich plötzlich in einer Negativspirale mit 27 leichten Fehlern wieder. Auch ehemalige Weltranglistenerste wie Iga Swiatek sprachen in Wuhan offen darüber, dass eine lange Saison von Inkonstanz geprägt sein kann und es schlicht darum geht, Turniere Schritt für Schritt abzuarbeiten.
Demgegenüber stand Zverevs Achtelfinalsieg gegen Alexander Bublik: Trotz vier Satzbällen gegen sich im ersten Satz und sichtbaren Schmerzen im Knöchel blieb der Deutsche in beiden Tiebreaks stabil. Boris Becker lobte in seinem Podcast, dass Zverev über den Kampf zum Spiel gefunden habe. Wer bei hoher Spieldichte siegen will, kann sich nicht nur auf Schläge verlassen, sondern muss die Zähne zusammenbeißen und die Konzentration auf die nächsten Ballwechsel richten.
Im Amateurbereich stehen zwar keine Weltranglistenpunkte auf dem Spiel, doch Medenspiele, Clubturniere und intensives Training fordern den Körper ähnlich heraus. Folgende Punkte helfen dir, wenn die Belastung steigt:
Das nimmst du mit: Nimm dir vor jedem Aufschlag feste Sekunden für dein persönliches Ritual, um das Spieltempo zu beruhigen und den Kopf frei für den nächsten Ballwechsel zu bekommen.
Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.