Die Profis zeigen bei der Vuelta a España, wie man steile Anstiege meistert, Kräfte einteilt und Rückschläge wegsteckt. So nutzt du ihre Strategien für deine eigenen Fahrten.
Die Vuelta a España ist bekannt für ihre unbarmherzigen Anstiege und extremen Bedingungen. Auf der zwölften Etappe der Rundfahrt im Jahr 2026, die über 166 Kilometer von Vera hinauf zur Bergankunft am Calar Alto führte, zeigte sich einmal mehr, wie entscheidend die richtige Renneinteilung, taktische Helfer und die mentale Einstellung am Berg sind. Bei Temperaturen von weit über 30 Grad Celsius und mehr als 4.400 Höhenmetern kämpften die Spitzenreiter nicht nur gegen die Konkurrenz, sondern auch gegen die Hitze und die eigenen Grenzen. Aus den unterschiedlichen Strategien der Profis lassen sich wertvolle Lehren für deine eigenen anspruchsvollen Ausfahrten ziehen.
Wenn am Berg die Post abgeht, ist die Versuchung groß, sofort hinterherzugehen. Doch das kann sich schnell rächen. Als der Gesamtführende Enric Mas (Movistar) rund 11 bis 12 Kilometer vor dem Ziel am Calar Alto angriff, reagierten seine Konkurrenten unterschiedlich. Primož Roglič (Red Bull-Bora-Hansgrohe) ging nicht sofort all-in, sondern fand schnell seinen eigenen Rhythmus. Laut Berichten von Cyclingnews half ihm diese kontrollierte Fahrweise, den Zeitverlust in Grenzen zu halten.
Noch deutlicher zeigte sich das bei Richard Carapaz (EF Education-EasyPost). Er startete am vorletzten Anstieg, dem Alto de Velefique, eine mutige Attacke. Als er später wieder eingeholt wurde und am Schlussanstieg die nächsten Angriffe erfolgten, entschied er sich bewusst dagegen, den Rhythmuswechseln der Spitze zu folgen. Stattdessen rettete er sich im eigenen, gleichmäßigen Tempo ins Ziel und konnte sich im Gesamtklassement sogar verbessern. Für deine eigenen Touren bedeutet das: Lass dich am Berg nicht von schnelleren Fahrern aus dem Konzept bringen. Wenn du dein eigenes Tempo fährst und den Puls im kontrollierten Bereich hältst, kommst du am Ende oft schneller und entspannter oben an.
Niemand bezwingt schwere Berge komplett allein. Bei der Vuelta zeigte sich die Bedeutung von Teamarbeit besonders an sogenannten Relaisstationen: Fahrer, die sich zuvor in einer Ausreißergruppe befunden hatten, ließen sich zurückfallen, um ihren Kapitänen im Windschatten zu helfen. Sowohl Mas als auch Roglič und Felix Gall (Decathlon CMA CGM) profitierten im Finale enorm von ihren Teamkollegen.
Auch Oscar Onley (Netcompany-Ineos) verdankte es laut Eurosport-Interview seinem Teamkollegen Jack Haig, dass er nach einem schweren Tag den Zeitverlust begrenzen konnte. Wenn du in einer Gruppe unterwegs bist, solltet ihr euch die Führungsarbeit im Wind auf flacheren Passagen zwischen den Anstiegen aufteilen. Das spart wertvolle Körner für die nächste Rampe.
Rückschläge gehören zum Radsport dazu. Oscar Onley stürzte früh auf der Etappe in einem Kreisverkehr. Obwohl er sich physisch noch okay fühlte, konnte er am Berg nicht mehr die nötige Tiefe gehen und verlor über zwei Minuten auf Mas. Anstatt jedoch komplett zu resignieren, fuhr er sein eigenes Tempo weiter und rettete das Weiße Trikot des besten Jungprofis.
Auch Primož Roglič ist ein Paradebeispiel für mentale Stärke: Er ging nach einem schweren Trainingsunfall im Vorfeld geschwächt in die Vuelta. Trotz der Einschränkungen und des Trainingsrückstands kämpft er um das Podium. Wenn du bei einer Ausfahrt merkst, dass die Beine schwer sind oder dich ein kleiner Defekt aus dem Rhythmus bringt, nimm den Druck raus. Setze dir kleinere Zwischenziele, passe deine Erwartungen an den Tag an und fahre die Tour kontrolliert zu Ende.
Das nimmst du mit: Fahre steile Anstiege konsequent im eigenen, gleichmäßigen Rhythmus und lass dich nicht zu hektischen Tempowechseln verleiten.
Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.