Die Kunst des perfekten Timings: Was wir von den Straßenlauf-Weltmeistern lernen können

Spannende Zielsprints prägten die Straßenlauf-WM in Kopenhagen. Wie die Profis ihre Kräfte einteilen und was Freizeitsportler für ihr eigenes Training mitnehmen können.

Die Straßenlauf-Weltmeisterschaften in Kopenhagen haben gezeigt, dass im Laufsport nicht immer der absolute Favorit gewinnt. Oft entscheidet die richtige Taktik im richtigen Moment über Sieg oder Niederlage. Hobbyläufer können sich von den packenden Entscheidungen der Profis auf den kürzeren Distanzen einiges für das eigene Training und den nächsten Wettkampf abschauen.

Geduld zahlt sich aus: Die Entscheidung auf der Meile

Wie man ein Rennen perfekt liest und seine Kräfte optimal einteilt, demonstrierte der Leipziger Robert Farken. Über die Straßenmeile (ca. 1,609 Kilometer) ließ er sich laut Berichten von leichtathletik.de und der FAZ nicht aus der Ruhe bringen, als der favorisierte US-Amerikaner Yared Nuguse früh das Tempo anzog und sich an die Spitze setzte. Farken blieb in der Verfolgergruppe, hielt Sichtkontakt und vertraute auf sein Stehvermögen.

Erst rund 100 Meter vor dem Ziel setzte er zum entscheidenden Sprint an, zog an Nuguse vorbei und sicherte sich sensationell die Goldmedaille. Ein fast identisches Bild zeigte sich im Rennen der Frauen: Laut Athletics Weekly hielt sich die Französin Agathe Guillemot lange im Windschatten der Führenden Freweyni Hailu auf, sparte wertvolle Energie und zog erst auf den letzten 150 Metern unwiderstehlich vorbei zum Sieg.

Zu frühes Pulververschießen rächt sich

Dass ein zu früher Antritt nach hinten losgehen kann, zeigte sich im 5-Kilometer-Lauf der Männer. Wie Athletics Weekly berichtet, versuchte der Top-Favorit Jakob Ingebrigtsen, eine entstandene Lücke zum führenden Eritreer Dawit Seare kurz vor dem Ziel rasant zu schließen. Ingebrigtsen schaffte zwar den Anschluss und schien rund 200 Meter vor dem Ziel bereits wie der sichere Sieger auszusehen, doch im allerletzten Moment konnte Seare noch einmal kontern und fing den Norweger auf den letzten Metern ab.

Für Freizeitsportler liegt hier eine wichtige Lektion: Wer im Rennen zu früh alles auf eine Karte setzt oder versucht, Lücken mit aller Gewalt sofort zuzulaufen, büßt dafür am Ende oft mit einem Leistungseinbruch. Ein kontrolliertes, gleichmäßiges Tempo ist meist der sicherere Weg zum Erfolg.

Was Hobbyläufer für ihre Taktik mitnehmen können

Auch wenn im Breitensport selten um WM-Medaillen gesprintet wird, lässt sich das Prinzip des „negativen Splits“ – also die zweite Hälfte eines Laufs schneller zu absolvieren als die erste – hervorragend im eigenen Training und Wettkampf nutzen. Wer defensiv anläuft, spart in der Anfangsphase wertvolle Glykogenreserven und mentale Kraft.

Das nimmst du mit: Teile dir deine Kräfte im Rennen klug ein und warte geduldig ab, anstatt dein Pulver schon auf der ersten Hälfte zu verschießen.

Quellen

Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.