Breite Reifen, neue Rahmenmaße und clevere Klickpedale verändern das Fahren abseits des Asphalts. Was die aktuellen Daten für dein Setup bedeuten.
Wer heute ein Fahrrad für gemischten Untergrund sucht, steht vor einer immer größeren Auswahl an Ansätzen. Früher war Gravel oft nur ein leicht modifiziertes Rennrad mit etwas breiteren Pneus. Inzwischen zeichnet sich in den Berichten der Fachmedien eine klare Differenzierung ab: Auf der einen Seite stehen progressive Geometrien und massive Reifenfreiheiten für grobes Geläuf, auf der anderen Seite hochgradig rennorientierte Setups mit aggressiver Sitzposition.
Wie unterschiedlich moderne Hersteller das Thema Geometrie interpretieren, zeigen aktuelle Berichte von Velo und Slowtwitch. Beim neuen Revolt Advanced SL von Giant setzt der Hersteller voll auf den Renneinsatz. Laut Slowtwitch schrumpfte der Stack beim Rahmen in Größe M von 586 mm auf 557 mm, während der Reach auf 395 mm anwuchs. Gepaart mit einem steileren Sitzwinkel von 74,5 Grad und einem Lenkwinkel von 71,5 Grad ergibt das eine flache, gestreckte und windschnittige Sitzposition. Die Reifenfreiheit ist hier fest auf maximal 53 mm ausgelegt, optimiert für 45-mm-Reifen, während praktische Details wie interne Rahmenfächer zugunsten des Gewichts gestrichen wurden (839 Gramm Rahmengewicht).
Einen völlig anderen Weg schlägt das von Velo getestete Obed GVR ein. Hier kommt eine progressive Geometrie zum Einsatz, die für raues Gelände und Federgabeln ausgelegt ist. Mit einem Radstand von 1.056 mm in Größe Medium fällt das Rad deutlich länger aus als das Giant (1.033 mm Radstand). Das bringt enorme Laufruhe im Gelände, schränkt laut Velo aber die Dynamik auf reinem Asphalt etwas ein. Rahmen wie das GVR nehmen Reifen bis zu 2,2 Zoll (rund 55 mm) auf – eine Dimension, die auch beim handgeschweißten Stahlrahmen Purple Haze von Sour Bicycles aus Sachsen geboten wird. Während Obed auf Carbon setzt, nutzt Sour mehrfach konifizierten Chromoly-Stahl (2.195 Gramm Rahmengewicht in Medium) und kombiniert dies mit praktischen Gewindeösen für Gepäckträger, Schutzbleche und Packtaschen.
Nicht nur Rahmen und Reifen wachsen, auch die Kontaktpunkte verändern sich. Laut einem Fahrbericht von Velo gewinnen spezielle Schotterpedale wie die Wolf Tooth MK0 DEL an Bedeutung. Dieses Titan-Pedal setzt auf einen einseitigen Klickmechanismus, kombiniert mit einer breiten Plattform. Der Vorteil: Die vergrößerte Standfläche sorgt für eine direkte Kraftübertragung wie bei Straßenpedalen, lässt sich aber mit geländegängigen Mountainbike-Schuhen nutzen. Durch die einseitige Bauweise kann sich Schlamm, Schnee oder Eis bei Schiebepassagen zudem weniger festsetzen.
Gleichzeitig bleibt die Frage nach Aerodynamik und Komfort allgegenwärtig. Während Cyclingnews in seinen Windkanal-Tests darauf hinweist, dass breitere Schotterreifen nicht automatisch unter allen Bedingungen schneller rollen, betont Velo beim Thema Helme (am Beispiel des im Virginia-Tech-Sicherheitstest führenden Pikio Si Oblik), dass Belüftung und Passform für viele Fahrer im Alltag eine größere Rolle spielen als reine Watt-Einsparungen.
Die aktuellen Berichte zeigen vor allem eins: Den einen perfekten Allrounder gibt es nicht mehr. Wenn du dein Rad aufrüsten oder dir ein neues Modell zulegen willst, solltest du dein Streckenprofil genau analysieren:
Das nimmst du mit: Wähle Rahmengeometrie und Reifenbreite passend zu deinem Schotteranteil: Mehr Radstand bringt Ruhe auf losem Grund, ein niedrigerer Stack Tempo auf der Straße.
Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.