Körper schlägt Risiko: Was Racketsportler über Gelenke und Taktik lernen

Verschleiß bei Tennis-Profis und taktische Muster im Pickleball zeigen: Match-Pacing und clevere Trefferflächen schützen Gelenke und bringen Punkte.

Wer im Racketsport auf dem Platz steht, gerät schnell in dieselbe Falle: Man will den Ball noch härter beschleunigen oder trotz Zwicken im Rücken den nächsten Satz erzwingen. Aktuelle Berichte aus dem Tennis- und Pickleball-Bereich machen jedoch deutlich, wie teuer ein solcher Verschleiß werden kann – und wie viel erfolgreicher eine dosierte, gelenkfreundliche Taktik ist.

Verschleiß und falscher Ehrgeiz bei den Profis

Die Belastungen im modernen Rückschlagsport sind enorm. Laut Berichten von Ubitennis räumte Alejandro Davidovich Fokina kürzlich ein, dass er rückblickend in Wimbledon hätte aufgeben müssen. Weil er gut im Spiel war, ignorierte er Rückenprobleme; ein MRT zeigte später eine Vorwölbung kurz vor dem Bandscheibenvorfall. Erst eine mehrwöchige Pause und ein Comeback bei hundert Prozent brachten ihn wieder in die Erfolgsspur. Bei Schmerzen oder Verdacht auf ernsthafte Beschwerden ist eine ärztliche oder physiotherapeutische Abklärung daher unverzichtbar, statt sich durchzubeißen.

Auch fehlerhafte Bewegungsabläufe belasten Gelenke massiv. Wie Tennis365 berichtet, vermutet Rennae Stubbs, dass eine Umstellung der Aufschlagbewegung bei Carlos Alcaraz maßgeblich zu dessen fünfmonatiger Handgelenkspause beigetragen hat. Gleichzeitig fällt Jannik Sinner seit Wimbledon wegen anhaltender Knieschmerzen aus. Laut Brad Gilbert wird bei Sinner über ein Saisonende zur Regeneration diskutiert. Hinzu kommt das Spielmaterial: Laut tennisnet.com beklagte Alcaraz in Shanghai stark veränderte Absprünge der Bälle. Abgenutzte oder schwerere Bälle verlängern Ballwechsel und erhöhen die körperliche Belastung zusätzlich.

Geistige Frische und Schläge auf den Körper

Im Freizeitsport liegt das Problem selten in zu wenig Tempo, sondern im Pacing und der Konzentration. Das Fachportal The Dink verweist auf eine Untersuchung aus dem Jahr 2024 über mentale Ermüdung in Rückschlagsportarten wie Tischtennis, Badminton und Padel: Bei geistiger Erschöpfung sinken Reaktionszeiten und Treffgenauigkeit spürbar ab. Oft bricht im entscheidenden dritten Satz zuerst die Aufmerksamkeit weg, bevor die Beine versagen.

Daraus leiten sich taktische Anpassungen ab, die den eigenen Körper schonen und Fehler beim Gegner erzwingen:

Was du für dein nächstes Match mitnimmst

Verabschiede dich von der Vorstellung, dass jeder Ballwechsel ein Highlight-Schlag sein muss. Ein ruhiger Spielaufbau reduziert die unkontrollierten Notbremsungen, die Knie und Sprunggelenke strapazieren. Wenn dein Körper Warnsignale sendet, nimm diese ernst. Wer technische Anpassungen am Schlag vornimmt, sollte sie langsam aufbauen, um Handgelenk und Schulter nicht zu überlasten.

Das nimmst du mit: Spiele mit hoher Konstanz auf sichere Trefferzonen und achte strikt auf Pausen, um Gelenke zu schonen und Fehler zu minimieren.

Quellen

Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.