Lehren aus der Vuelta: Hitze, Berge und Taktik meistern

Extreme Temperaturen und steile Anstiege prägen die Vuelta a España. Wie sich Profis bei 40 Grad kühlen und wie du diese Strategien für dein Training nutzt.

Die Vuelta a España gilt als eine der härtesten Prüfungen im Straßenradsport. Im Jahr 2026 zeigt sich das Rennen wieder von seiner extremsten Seite: Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius in Andalusien, brutale Bergetappen mit über 4000 Höhenmetern wie an der Sierra de la Pandera und ein unbarmherzig hohes Renntempo verlangen den Fahrern alles ab. Doch die Profis zeigen auch, wie man mit den richtigen Strategien, Teamtaktiken und mentaler Stärke selbst unter diesen Bedingungen Höchstleistungen abrufen kann.

Kühlung und Verpflegung bei extremer Hitze

Wenn das Thermometer die 40-Grad-Marke knackt, wird die Temperaturregulierung des Körpers zum entscheidenden Leistungsfaktor. Wie extrem die Bedingungen bei der Vuelta sind, verdeutlicht der Neuseeländer Finn Fisher-Black vom Team Red Bull – Bora – hansgrohe nach der 13. Etappe. Laut seinen Schilderungen gegenüber Medienvertretern benötigte er während der 192 Kilometer langen Fahrt rund 30 Flaschen Flüssigkeit. Seine Strategie bestand darin, sich ununterbrochen Wasser über den Kopf und den Körper zu schütten und Eis zur Kühlung zu nutzen, wann immer es verfügbar war.

Auch Matthew Brennan von Visma – Lease a Bike griff nach der Zielankunft sofort zu einer bewährten Methode der Profis: Er steckte sich eine mit Eis gefüllte Socke in den Nacken, um die Körperkerntemperatur schnellstmöglich wieder herunterzuregeln. Für Freizeitsportler zeigt dies, dass an heißen Tagen die Flüssigkeitszufuhr und die aktive Kühlung von außen oberste Priorität haben müssen, noch bevor der Durst einsetzt.

Taktische Absprachen und Teamwork

Die 13. Etappe nach Loja lieferte zudem ein Lehrstück in Sachen Teamtaktik. Das Team Visma – Lease a Bike brachte mehrere Fahrer in einer riesigen, zeitweise 43 Fahrer starken Ausreißergruppe unter. Matthew Brennan und Wout van Aert arbeiteten perfekt zusammen. Brennan, der bei dieser Vuelta bereits drei Etappensiege verbuchen konnte, stellte sich komplett in den Dienst seines Teamkollegen. Er neutralisierte im Finale zahlreiche Attacken der Konkurrenz, sodass van Aert rund 3,5 Kilometer vor dem Ziel die entscheidende Attacke setzen und sich den Tagessieg sichern konnte.

Diese Teamarbeit zeigt, wie wichtig eine klare Rollenverteilung und gegenseitige Unterstützung sind. Im Radsport gewinnt selten der stärkste Einzelkämpfer, sondern das Team mit der klügsten Aufteilung der Kräfte.

Kräfte einteilen an steilen Bergen

Ein weiterer Aspekt der Vuelta ist das richtige Energiemanagement an extrem steilen Rampen. Die 14. Etappe zur Sierra de la Pandera wartet mit 4170 Höhenmetern auf. Der Gesamtklassement-Führende Enric Mas (Movistar) betonte vor dieser Etappe, wie wichtig es sei, defensiv zu agieren und Kräfte für die kommenden schweren Tage zu sparen. Anstatt bei jeder Gelegenheit anzugreifen, steht das kontrollierte Verwalten des Vorsprungs im Vordergrund.

Für Hobbysportler ist das eine wertvolle Lektion: Wer am ersten steilen Anstieg all seine Körner verschießt, bricht auf den folgenden Kilometern unweigerlich ein. Konstantes Tempo und das Bewusstsein für die eigenen Grenzen sichern das Ankommen bei langen Ausfahrten.

Das nimmst du mit: Nutze an heißen Tagen jede Gelegenheit zur aktiven Kühlung mit Wasser und teile deine Kräfte an langen Anstiegen von Beginn an defensiv ein.

Quellen

Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.