Mehr Tempo im Wasser durch gezielte Reize der Profis

Wie du Beinschlag, Renneinteilung und Qualitätstraining nutzt, um deinen Vortrieb spürbar zu verbessern.

Wer schneller schwimmen möchte, verfällt im Becken oft in denselben Fehler: Es werden stur Bahnen gezählt, ohne das Tempo oder die Technik gezielt zu variieren. Ein Blick auf aktuelle Erkenntnisse und Beobachtungen aus dem internationalen Schwimmsport zeigt jedoch, dass reine Kilometerleistung selten der Schlüssel zu echter Geschwindigkeit ist. Entscheidend sind vielmehr die Stabilität im Rumpf, ein wirkungsvoller Beinschlag, ein durchdachtes Pacing und eine hohe Qualität der schnellen Abschnitte.

Warum der Beinschlag das Fundament für deinen Vortrieb bildet

Häufig gilt der Beinschlag bei Freizeitsportlern als reiner Energieschlucker. Doch Berichte von SwimSwam verweisen auf eine Untersuchung von Strzala et al. (2021) an Wettkampfschwimmern. Dabei zeigte sich: Die im Beinschlag erzeugten maximalen und durchschnittlichen Kräfte waren der stärkste Indikator für die Gesamtgeschwindigkeit im Freistilsprint. Zwar verbrauchen die Beine viel Sauerstoff, doch sie erfüllen eine Doppelrolle.

Sie treiben dich nicht nur direkt nach vorne, sondern stabilisieren den gesamten Rumpf. Wenn du mit hohem Tempo schwimmst, rotieren die Schultern schnell, während die Hüfte stabiler bleibt. Ein kraftvoller, frequenter Beinschlag verhindert, dass der Körper im Wasser schlingert. Er schafft die feste Plattform, die deine Arme brauchen, um beim Zug richtig Druck aufzubauen. Laut SwimSwam zeichnet sich ein sprintstarker Kraulbeinschlag dabei durch eine hohe Frequenz bei eher enger Amplitude aus.

Vom Start weg: Geschwindigkeit durch den Übergang mitnehmen

Viel Tempo geht oft an einer Stelle verloren, die im Training vernachlässigt wird: dem Übergang von der Tauchphase an die Wasseroberfläche, dem sogenannten Breakout. Laut SwimSwam und einer dort zitierten Studie von Veiga et al. (2017) können die ersten Züge an der Oberfläche sogar schneller sein als die spätere Schwimmgeschwindigkeit auf der Bahnmitte.

Wer nach dem Abstoß vom Beckenrand unkonzentriert auftaucht oder den ersten Zug verschläft, verschenkt die gesamte mitgebrachte Beschleunigung. Um diesen Übergang zu schärfen, empfiehlt SwimSwam konkrete Reize wie den 'Dead-Start Sprint' (aus dem antriebslosen Treiben in Bauchlage sofort explosiv ansprinten) oder den 'Overspeed Push-off', bei dem du dich kraftvoll abstößt und das hohe Tempo ohne lange Tauchphase direkt in die ersten harten Züge mitnimmst. Auch Widerstandsbänder werden genutzt, um spürbar zu machen, an welcher Stelle beim Auftauchen der Vortrieb abreißt.

Qualität vor Masse und kluges Pacing

Dass mehr Umfang nicht automatisch schneller macht, unterstreichen auch Erfahrungen aus dem Spitzenbereich. Wie SwimSwam über Top-Schwimmerin Siobhan Haughey und ihren Trainer Tom Rushton berichtet, passten sie das Training an, indem sie Einheiten reduzierten: Entscheidend sei das Volumen an schnellem Schwimmen, nicht die Gesamtkilometerzahl. Rushton betont, dass mit zunehmendem Alter oder nach Verletzungen die Erholung wichtiger wird und man gezielter agieren muss, statt verpasste Einheiten krampfhaft nachholen zu wollen.

Gleichzeitig zeigt die Renngestaltung auf Rekordniveau, wie wichtig Geduld auf der ersten Rennhälfte ist. Beim Kurzbahn-Weltrekord über 400 Meter Lagen teilte sich Tomoyuki Matsushita sein Rennen klüger ein als der bisherige Rekordhalter: Laut SwimSwam schwamm er die ersten 200 Meter kontrollierter an, um auf den Brust- und Kraulstrecken mehr Reserven zu haben. Carson Foster wählte dagegen laut Rennberichten aus Taschkent eine extrem offensive Taktik auf der ersten Hälfte und musste auf den letzten Bahnen hart kämpfen, um den Sieg knapp ins Ziel zu retten. Für dich bedeutet das: Wer zu früh überzieht, verliert am Ende unverhältnismäßig viel Zeit.

Was du für dein Training mitnimmst

Das nimmst du mit: Konzentriere dich auf kurze, schnelle Intervalle mit stabiler Wasserlage und nimm das Tempo nach jedem Abstoß aktiv mit.

Quellen

Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.