Zwischen Spurrillen, losem Schotter und steilen Anstiegen: Wie Technik, Pacing und die richtige Reifenwahl auf unwegsamem Geläuf den Unterschied machen.
Wer abseits asphaltierter Straßen unterwegs ist, stellt schnell fest: Schotter ist nicht gleich Schotter. Wenn grobe Steine, tiefer Schlamm, sogenannte Pea-Gravel-Körner und steile Rampen aufeinandertreffen, geraten Mensch und Material schnell an ihre Grenzen. Berichte von extremen Strecken, wie der UCI Gravel-Weltmeisterschaft im westaustralischen Nannup mit über 80 Prozent Schotteranteil und mehr als 3.000 Höhenmetern, verdeutlichen, wie schonungslos unwegsames Gelände sein kann. Um auf solchen Abschnitten sicher und effizient voranzukommen, greifen drei Faktoren ineinander: vorausschauende Fahrtechnik, ein passendes Reifensetup und diszipliniertes Pacing.
Rauer Untergrund verzeiht wenig Nachlässigkeit. Wie schnell eine Situation kippen kann, zeigte der dramatische Sturz von Geerike Schreurs in Nannup: Laut Berichten von Cyclingnews verfing sich ihr Vorderrad in einer Spurrille, zog sie nach links in einen Graben und führte zu schweren Verletzungen mit mehreren Knochenbrüchen an Wirbelsäule, Nacken, Schlüsselbein und Rippen. Im selben Graben kam auch Ashleigh Moolman Pasio zu Fall. Bei derartigen Verletzungen ist sofortige professionelle notfallmedizinische Hilfe unerlässlich, wie sie Schreurs per Rettungshubschrauber erhielt.
Auch Rosa Klöser stürzte laut Cyclingnews im Finale auf rutschigem Schotter, konnte sich nach einer Reifenpanne jedoch noch die Silbermedaille sichern. Die Erfahrungen auf diesen Strecken unterstreichen grundlegende Fahrprinzipien für loses Geläuf:
Die Zeiten, in denen Gravelbikes ausschließlich mit schmalen 35-Millimeter-Reifen bewegt wurden, sind auf grobem Terrain vorbei. Bei den Spitzenrädern der Weltmeisterschaft waren laut Cyclingnews Reifenbreiten um 50 Millimeter an Rahmen mit bis zu 57 Millimetern Reifenfreiheit zu sehen. Berichte von Radsport-News erwähnen sogar Erlkönige mit 32-Zoll-Laufrädern, mit denen Fahrer wie Jordan Habets über die australischen Schotterpisten rollten.
Auch Reifentests, wie der von Velo zum Silca Protocol RCG-3, heben hervor, dass Modelle mit 55 Millimetern Breite und ausgeprägtem Profil auf losem Boden enorme Traktionsvorteile bringen. Dazu passend setzen Hersteller wie Fulcrum oder Black Inc. laut Gravel Cyclist und Cyclingnews auf breite Felgen mit 30 Millimetern Innenmaulweite, teils mit Mini-Hooks. Sie stabilisieren den Reifen, optimieren die Auflagefläche und ermöglichen das Fahren mit niedrigerem Druck, was Komfort und Grip verbessert.
Raues Gelände kostet nicht nur Konzentration, sondern enorm viel Kraft. Wie man ein solches Profil einteilt, demonstrierte unter anderem Paul Voß. Laut Radsport-News sprach Voß von einem ständigen Jo-Jo-Effekt auf dem 144 Kilometer langen Kurs mit 3.700 Höhenmetern: An den Anstiegen musste er kämpfen und fuhr konsequent seinen eigenen Rhythmus, um oben heraus immer wieder heranzukommen. Am Ende belohnte er sich mit Rang fünf.
Auch der zweitplatzierte Florian Vermeersch erklärte laut Cyclingnews, dass er aufgrund seines höheren Gewichts bergauf im Nachteil war und daher über das gesamte Rennen hinweg extrem energiesparend agierte. Statt jede Attacke im steilen Schotteranstieg mitzugehen, lohnt es sich oft, die eigene Wattleistung zu kontrollieren und das Tempo erst dort hochzuhalten, wo der Untergrund gleichmäßiger rollt.
Das nimmst du mit: Wähle auf grobem Schotter breitere Reifen mit sicherem Halt und fahre an steilen Rampen diszipliniert deinen eigenen Rhythmus.
Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.