Erfolge an schweren Routen erfordern präzise Absicherung, mentale Härte und realistische Risikobewertung am Fels.
Ob im Sportklettern, beim Trad-Klettern oder auf alpinen Routen: Wer an seinem persönlichen Limit klettert, sieht sich mit objektiven Gefahren, komplexen Absicherungen und mentalem Druck konfrontiert. Berichte über Erstbegehungen und anspruchsvolle Wiederholungen zeigen deutlich, dass Spitzenleistungen an Felswänden eng mit technischer Vorbereitung und einem bewussten Umgang mit Stürzen verknüpft sind.
Harte Felskletterei verlangt oft das Akzeptieren von weiten Stürzen. Bei der Erstbegehung der Route Problém im tschechischen Sandsteingebiet Adršpach durch Martin Stráník warteten laut Gripped neben einer V12-Boulderstelle auch weite Hakenabstände (Runouts). Ähnlich verhält es sich im anspruchsvollen Trad-Klettern: Bei der Route Drifter’s Escape (5.15a) in Squamish, die laut Climbing.com von Connor Herson erstbegangen und von Pietro Vidi wiederholt wurde, schützen nach zwei Einstiegsbolzen ausschließlich mobile Sicherungsgeräte (Cams) die schweren Schlüsselstellen.
Wie heikel mobile Absicherungen sein können, verdeutlichte auch eine Session von Adam Ondra und Pete Whittaker in Innsbruck, über die Gripped berichtete: Whittaker brach einen Versuch an einer schwierigen Risslinie ab, nachdem ein gelegter Cam ausbrach. Beim Trad-Klettern und Rissklettern hängt die Sicherheit unmittelbar von der perfekten Platzierung des Materials ab – Fehler verzeiht das System im Ernstfall nicht.
Die Quellen zeigen verschiedene Facetten der Risikobewertung. Nigel Armino ließ bei seiner Wiederholung des Klassikers Action Directe (5.14d) im Frankenjura bewusst die vierte Zwischensicherung aus, um Kraft zu sparen. Wie Gripped meldet, stufte er das Risiko als beherrschbar ein, da er Stürze beim Linkszug bereits getestet hatte, während ihm ein Sturz an den oberen Henkeln gefährlicher erschien. Zuvor hatte Armino zwei Jahre pausieren müssen, nachdem er sich in derselben Route eine Ringbandruptur zugezogen hatte.
Gleichzeitig existieren Disziplinen, bei denen Stürze absolut fatal wären. Climbing.com berichtet über Kletterer in den Flatirons von Colorado wie Michael Reese, die Routen wie die Direct Route am First Flatiron ohne Seil auf Zeit klettern (7 Minuten 51 Sekunden). Im Gegensatz dazu stehen Rettungseinsätze wie jener an der Route Andromeda Strain in den Canadian Rockies, bei dem zwei abgestürzte Kletterer nach einem Unfall um Mitternacht in einer 18-stündigen Bergung gerettet werden mussten.
Mentale Stärke bedeutet nicht nur, schwere Züge durchzuziehen, sondern auch, die eigenen Grenzen zu akzeptieren und im Zweifel umzudrehen. Der verstorbene slowenische Alpinist Vanja Matijevec verzichtete 1979 am Mount Everest auf seinen eigenen Gipfelerfolg, um drei in Bergnot geratenen Kameraden oberhalb von 8.000 Metern das Leben zu retten.
Alpinist Will Gadd thematisiert auf Climbing.com zudem die psychische Belastung nach Bergunfällen. Er kritisiert eine überholte Haltung in der Bergsportszene, die Schmerz und Traumata nach tödlichen Unglücken totschweigt oder Betroffenen Schuld zuweist. Eine ehrliche Auseinandersetzung mit den mentalen Folgen von Unfällen sei für die Gemeinschaft essenziell.
Das nimmst du mit: Schwere Züge erfordern eine nüchterne Risikobewertung: Kenne deinen Sturzraum, verlasse dich nie blind auf mobile Sicherungen und akzeptiere den rechtzeitigen Rückzug.
Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.