Zwischen Laktat-Gels, cleverem Pacing und taktischer Geduld: Die jüngsten Radsport-Finals zeigen, worauf es ankommt, wenn die Kräfte schwinden.
Ob auf dem Holzoval der Bahn-Weltmeisterschaften in Shanghai oder bei späten Straßenklassikern wie dem Japan Cup: Wer Rennen gewinnen will, braucht mehr als nur dicke Beine. Die aktuellen Wettbewerbe zeigen eindrucksvoll, wie Profis ihre Kräfte einteilen, das richtige Timing abpassen und neue Wege in der Ernährung testen. Für dich als Hobbysportler steckt darin einiges an Anschauungsunterricht, den du auf deine eigenen Ausfahrten und Events übertragen kannst.
Wer zu früh alle Körner verschießt, steht am Ende oft mit leeren Händen da. Ein Paradebeispiel lieferte Quinn Simmons beim Japan Cup. Laut Cyclingnews und Velo setzte er sich 30 Kilometer vor dem Ziel gemeinsam mit Ben Healy ab. Statt an den giftigen Anstiegen alles auf eine Karte zu setzen, wählte Simmons einen abwartenden Ansatz: Er vertraute auf seinen Zielsprint, überstand die letzten Steigungen kontrolliert an Healys Seite und sicherte sich im finalen Duell den Sieg.
Ein ähnliches Bild zeigte sich auf der Bahn in Shanghai. Tim Torn Teutenberg holte Gold im Ausscheidungsfahren, indem er das Finale taktisch steuerte. Gegenüber Radsport-News schilderte er, dass er seinen dänischen Kontrahenten Tobias Hansen im Zielsprint bewusst lange oben an der Bande hielt, um den Vorteil auf seiner Seite zu haben. Auch Sprinterin Pauline Grabosch bewies nach Bestzeit in der Qualifikation Nervenstärke und sicherte sich Gold im 1.000-Meter-Zeitfahren. Ihr Erfolgsrezept in den Rennpausen: Ruhe bewahren und auf die eigenen Stärken vertrauen, statt sich verrückt zu machen.
Neben der Renneinteilung spielt die richtige Verpflegung eine entscheidende Rolle. Wie Velo berichtet, kommt mit dem Enervit 2:1 Lactate Gel Mix ein Produkt auf den Markt, das beim Team UAE Emirates rund um Tadej Pogačar bei der Tour de France getestet wurde. Die Idee dahinter: Neben den bewährten Kohlenhydraten wie Glukose und Fruktose soll von außen zugeführtes (exogenes) Laktat den Muskeln als dritte Energiequelle dienen. Entwickler wie Aitor Viribay von ExoLactate sprechen davon, dass sich die Ermüdungswahrnehmung verringern und die Ausdauer verbessern könne, sobald die maximale Kohlenhydrataufnahme im Darm erreicht ist.
Doch Vorsicht bei allzu großen Versprechungen: Bislang beruhen diese Aussagen zu einem guten Teil auf Berichten aus dem Profi-Umfeld und der Hersteller selbst. Ob solche speziellen Gele den meist hohen Preis für Freizeitsportler rechtfertigen, bleibt offen. Für deine langen Fahrten gilt weiterhin: Eine solide Grundversorgung mit bewährten Kohlenhydraten ist das Fundament, bevor du teure Nischenprodukte ausprobierst.
Egal ob steiler Schlussanstieg oder die schnelle Runde mit der Gruppe: Die Strategien der Profis lassen sich erstaunlich gut herunterbrechen.
Das nimmst du mit: Teile deine Kräfte an Anstiegen bewusst ein, vertraue auf deine Stärken und setze deine entscheidende Attacke erst dann, wenn das Ziel wirklich in Sicht ist.
Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.