Die jüngsten Marathon-Rennen zeigen: Wer zu früh überzieht, zahlt am Ende drauf. Geduld, Rhythmus und kleine Schritte entscheiden über Sieg und Bestzeit.
Ein Marathon entscheidet sich nicht auf den ersten zehn Kilometern, sondern dann, wenn die Beine schwer werden und der Kopf anfängt zu verhandeln. Genau dieses Grundgesetz des Langstreckenlaufs führten die Rennen in Chicago, Melbourne und München am selben Wochenende eindrucksvoll vor Augen. Ob Weltklassefeld, Altmeister oder deutsche Spitze: Wer seine Kräfte nicht haushaltete, brach auf den Schlusskilometern ein.
Besonders deutlich wurde der Preis eines zu schnellen Rennbeginns in Chicago. Wie Berichte von Runner's World und leichtathletik.de zeigen, drückten die Spitzenläufer das Tempo auf einen 10-Kilometer-Abschnitt von 28:15 Minuten zwischen Kilometer 20 und 30. Vorjahressieger Jacob Kiplimo lief lange vorn mit, zahlte auf den letzten Kilometern jedoch bitter: Seine 23. Meile dauerte 5:26 Minuten – deutlich langsamer als die Spitze der Frauen. Er rutschte am Ende noch vom Podium auf Rang vier ab.
Auch der deutsche Läufer Hendrik Pfeiffer erlebte in Chicago die Härte der zweiten Rennhälfte. Nach einem mutigen Beginn und einer Halbmarathon-Durchgangszeit von 61:03 Minuten konnte er seine Pace von rund 3:00 min/km ab Kilometer 25 nicht mehr halten und landete in 2:10:17 Stunden auf Rang 22. US-Läufer Vinny Mauri lag bis Meile 18 auf Rekordkurs, musste dann aber mehrfach wegen Krämpfen in der Oberschenkelrückseite anhalten.
Selbst in München wiederholte sich das Bild bei den Siegern: Äthiopiens Alazar Terefa siegte zwar souverän in 2:10:51 Stunden, verlor laut leichtathletik.de auf den letzten zehn Kilometern nach einer Tempoverschärfung zur Rennhälfte jedoch Zeit und verpasste den Streckenrekord.
Dass Geduld belohnt wird, bewiesen die Siegerinnen und Sieger ebenso. Hawi Feysa sicherte sich in Chicago ihren Titel erst durch einen kontrollierten Konter auf der letzten Meile in glatten 5:00 Minuten, nachdem Kontrahentin Sharon Lokedi kurz zuvor attackiert hatte. In Melbourne zeigte der 41-jährige Eliud Kipchoge pure Renneinteilung: Laut Berichten von Sportschau und Athletics Weekly passierte er die Halbmarathon-Marke in 64:18 Minuten, setzte sich kurz vor Kilometer 27 ab und zog das Rennen auf den letzten 15 Kilometern als Solist durch, um mit zwei Sekunden Vorsprung einen neuen Streckenrekord (2:09:10) aufzustellen.
Einen ganz praktischen mentalen Kniff lieferte der beste US-Amerikaner in Chicago, Clayton Young. Als er ab Meile 22 um seine Platzierung kämpfte, zählte er laut Runner's World in Intervallen: Er gab jeweils für genau 100 Sekunden Vollgas und bewertete die Lage danach neu. Diese Zerlegung in kleine, machbare Abschnitte half ihm, die Lücke zu öffnen und in persönlicher Bestzeit von 2:05:23 Stunden Siebter zu werden.
Für deinen nächsten Wettkampf lassen sich aus diesen Beobachtungen drei einfache Grundregeln ableiten:
Das nimmst du mit: Gehe deinen Marathon auf der ersten Hälfte diszipliniert an und teile dir schwere Schlussphasen gedanklich in kleine, machbare Zeitabschnitte ein.
Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.