Vom Weltrekordkurs ins Krankenhaus: Der jüngste Berlin-Marathon zeigt eindrücklich, wie schmal der Grat zwischen Bestzeit und Einbruch über 42,195 Kilometer ist.
Auf den 42,195 Kilometern durch die Hauptstadt lagen Jubel und bitteres Aus extrem dicht beieinander. Bei den Männern siegte der Äthiopier Guye Adola in 2:02:51 Stunden, während das Frauenrennen bis kurz vor Schluss von der Jagd nach einer historischen Bestmarke geprägt war. Doch gerade die Verläufe bei den Spitzenläuferinnen führen vor Augen, dass ein Marathon erst auf der Ziellinie entschieden wird – eine Lektion, die für Profis wie Hobbysportler gleichermaßen gilt.
Tigst Assefa lag bis Kilometer 40 klar auf Weltrekordkurs, um die Marke von Ruth Chepngetich (2:09:56 Stunden) zu knacken. Doch auf den letzten zwei bis drei Kilometern verlor die Äthiopierin rund 90 Sekunden. Sie rettete sich mit schmerzverzerrtem Gesicht und deutlich humpelnd in 2:11:04 Stunden ins Ziel. Das reichte zwar zum Sieg, für einen neuen Streckenrekord und die drittschnellste Zeit der Geschichte, forderte aber einen extremen Tribut.
Hinter den Kulissen herrschte jedoch Unklarheit über die genaue Ursache des Einbruchs. Während RTL-Expertin Sabrina Mockenhaupt im Bericht der FAZ vermutete, dass schlicht die Muskeln zugemacht hätten, und leichtathletik.de von muskulären Problemen sprach, fehlte Assefa bei der Siegerehrung und Pressekonferenz ganz: Laut Veranstalterangaben wurde sie wegen einer Sehnenverletzung zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Bei Schmerzen und unklaren Beschwerden im Training gilt daher auch für dich: Lass derartige Verletzungen immer fachlich abklären, statt auf eigene Faust weiterzulaufen.
Wie riskant eine aggressive Renneinteilung ist, zeigte sich auch an Esther Pfeiffer. Sie peilte den deutschen Rekord von 2:19:19 Stunden an, musste das Rennen laut leichtathletik.de jedoch schon kurz vor Kilometer 15 wegen Magenproblemen und dem enormen Druck abbrechen. Demgegenüber steht das Rennen der besten Deutschen, Anna Langerwisch. Sie steigerte ihre Bestzeit als 16. auf 2:27:31 Stunden. Langerwisch lief die erste Hälfte in 72:35 Minuten und die zweite in 74:56 Minuten – sie verließ sich ganz auf ihr Gefühl sowie ihre Tempomacher und wusste nach eigener Aussage unterwegs gar nicht, wie schnell sie exakt war.
Für Hobbyläufer liefern diese Rennverläufe klare Erkenntnisse für die Vorbereitung und den Wettkampftag:
Das nimmst du mit: Teile dir dein Rennen kontrolliert ein und höre auf dein Körpergefühl, denn die Belastungsgrenze schlägt auf den letzten Kilometern unbarmherzig zu.
Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.