Mit 41 Jahren beendet Stan Wawrinka seine Karriere. Was er und die jüngere Tennis-Elite über langfristige Belastungssteuerung und Geduld zeigen.
Nach 24 Jahren auf der Profi-Tour und 985 absolvierten Matches hat Stan Wawrinka seinen Tennisschläger endgültig zur Seite gelegt. Beim ATP-Turnier in Basel verabschiedete sich der dreifache Grand-Slam-Sieger im Alter von 41 Jahren nach einer Erstrundenniederlage gegen Jiří Lehečka. 590 Siege und 16 Titel stehen in seiner Bilanz. Laut FAZ gewann Wawrinka allein seit seinem 40. Geburtstag zwölf Partien auf der ATP-Tour – so viele wie kein anderer Spieler seit Einführung der Tour im Jahr 1990.
Dass ein Profi bis ins fünfte Lebensjahrzehnt auf diesem Niveau spielt, ist die absolute Ausnahme. Gleichzeitig zeigt ein Blick auf das aktuelle Geschehen im Profitennis, unter welchem extremen Druck die Körper der Athleten stehen. Wawrinkas Abschied fällt in eine Zeit, in der reihenweise jüngere Stars mit Zwangspausen und Überlastung kämpfen. Für dich als Hobbysportler steckt in diesen Gegensätzen eine wertvolle Lektion darüber, wie du deinen Körper forderst, ohne ihn zu verschleißen.
Wie brutal der Sport selbst die Spitzenleute fordert, verdeutlichen aktuelle Fälle. Der 25-jährige Weltranglistenerste Jannik Sinner musste seine Saison wegen einer Knieverletzung am rechten Bein vorzeitig beenden. Im Gespräch mit dem italienischen Magazin D fand er deutliche Worte: Der Körper sei der eine Gegner, den man nicht besiegen könne. Wenn er Stopp sage, müsse man das akzeptieren und Geduld aufbringen. Sinner betonte, dass es im Sport eine langfristige Vision brauche: Man säe im Moment, aber die Ernte fahre man erst später ein. Es gelte klug zu entscheiden, wann und wie viel man spiele.
Ähnliche Erfahrungen machten zuletzt andere Topspieler. Carlos Alcaraz verpasste im Jahresverlauf wegen einer Handgelenksverletzung monatelang den Wettkampfbetrieb und berichtete in Wien, wie schwer es falle, nach fünf Monaten Pause wieder den normalen Spielrhythmus zu finden. Bei den Frauen beendete Iga Swiatek ihr Tennisjahr nach einer Beinverletzung beim Turnier in Wuhan vorzeitig, woraufhin die frühere Profispielerin Rennae Stubbs in ihrem Podcast hervorhob, dass ein solcher früher Schnitt für die Regeneration und die langfristige Karriere ein echter Vorteil sein könne. All diese Beispiele zeigen: Selbst auf höchstem Niveau ist die Fähigkeit, rechtzeitig die Notbremse zu ziehen, der einzige Weg, um langfristig spielfähig zu bleiben.
Ein weiterer Aspekt für Langlebigkeit im Sport ist die Bereitschaft, Routinen zu hinterfragen, wenn sich die körperlichen Voraussetzungen verändern. Der 35-jährige Grigor Dimitrov erklärte im Vorfeld der Erste Bank Open in Wien, dass ihn sein Körper in dieser Saison vor große Aufgaben gestellt habe. Nach 20 Jahren auf der Tour könne er nicht mehr nach denselben Mustern trainieren und antreten wie früher. Er habe begonnen, seine Vorbereitung und seinen Turnierkalender komplett zu überdenken und anzupassen.
Genau diese Anpassungsfähigkeit bewies auch Wawrinka. Während die FAZ berichtet, dass die elfmonatige Reisedauer im Tenniszirkus viele jüngere Profis zermürbt, genoss der Schweizer die Tour bis zum Schluss. In den vergangenen anderthalb Jahren trat er ohne falsche Eitelkeit auch auf der zweitklassigen Challenger-Tour an, um sich vor kleinerem Publikum mit jüngeren Akteuren zu messen. Wawrinka akzeptierte, wo er stand, und zog seine Motivation rein aus der Freude am Spiel – eine Einstellung, die ihn über zwei Jahrzehnte verletzungsresistenter und mental frischer hielt als viele seiner Konkurrenten.
Als Freizeitsportler stehst du zwar nicht 985 Mal auf dem Center Court, doch die Mechanismen von Belastung und Regeneration gelten für dich genauso. Die Berichte aus dem Profitennis liefern dir dafür drei klare Prinzipien:
Das nimmst du mit: Akzeptiere die Signale deines Körpers und plane gezielte Pausen ein, denn langfristige Spielfreude schlägt kurzfristigen Trainingseifer.
Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.