Rekorddistanz, harte Renntaktik und eine Strafe für die Sitzhaltung: Welche Lehren das Straßenrennen von Montreal für dein Training bereithält.
Das Straßenrennen der Frauen bei den Weltmeisterschaften in Montreal setzte neue Maßstäbe: Mit über 180 Kilometern (laut Sportschau genau 180,1 Kilometer) und 2.570 Höhenmetern war es die längste WM-Distanz in der Geschichte des Frauenradsports. Am Ende triumphierte die Niederländerin Demi Vollering im Sprint vor der Polin Kasia Niewiadoma-Phinney, während Bronze an Elisa Longo Borghini ging. Beste Deutsche wurde Franziska Koch auf Rang zehn.
Doch das Rennen war weit mehr als ein packendes Meisterschaftsfinale. Berichte von Radsport-News, Velo und Cyclingnews zeigen anhand der Fahrweisen, Aufholjagden und nachträglichen Reglementstrafen drei zentrale Prinzipien, die auch für Ausfahrten und Jedermann-Wettkämpfe gelten.
Über eine so lange Renndistanz entscheidet das Krafteinteilen über Sieg oder Niederlage. Laut FAZ und Cyclingnews griff Demi Vollering rund 38 bis 39 Kilometer vor dem Ziel solo an. Obwohl sie sich absetzen konnte, zeigte sich der enorme Kraftaufwand im weiteren Verlauf: Eine Verfolgergruppe mit Fahrerinnen wie Marlen Reusser, Niewiadoma-Phinney und Longo Borghini schloss die Lücke rund 15 bis 16 Kilometer vor dem Ziel wieder.
Als Vollering und Niewiadoma-Phinney auf den letzten elf Kilometern allein an der Spitze lagen, übernahm Vollering laut Rennberichten den Löwenanteil der Führungsarbeit. Niewiadoma-Phinney hielt sich zurück, eröffnete auf der Zielgeraden den Bergsprint, erlitt jedoch Krämpfe und musste sich geschlagen geben. Das zeigt deutlich: Lange Distanzen verzeihen keine verfrühten Maximalbelastungen, wenn der finale Puffer fehlt.
Ein wiederkehrendes Thema vor und während des Rennens war die mannschaftliche Geschlossenheit. Radsport-News und Cyclingnews hoben hervor, dass die niederländische Mannschaft in der Vergangenheit oft daran scheiterte, mehrere Kapitäninnen aufzustellen, die gegeneinander fuhren. In Montreal setzte das Team unter Nationaltrainer Laurens ten Dam voll auf eine einzige Anführerin: Vollering.
Auch Niewiadoma-Phinney lobte nach dem Rennen den geschlossenen Auftritt ihres polnischen Teams, der mit Dominika Wlodarczyk auf Rang neun belohnt wurde. Im Hobbysport lässt sich dieses Prinzip auf Gruppenfahrten übertragen: Wer im Wind zusammenarbeitet und eine klare Rollenteilung einhält, spart wertvolle Watt und kommt frischer ins Finale.
Für Gesprächsstoff nach der Zieldurchfahrt sorgte der Radsport-Weltverband UCI. Wie Velo und Cyclingnews berichteten, belegte die UCI Vollering sowie die Österreicherin Katharina Sadnik mit einer Geldstrafe von 1.000 Schweizer Franken, einer Gelben Karte und 25 Punkten Abzug in der Weltrangliste. Der Vorwurf: Nutzung einer unzulässigen Sitzposition beziehungsweise eines nicht reglementkonformen Stützpunkts auf dem Fahrrad nach Artikel 2.12.007.9.
Die UCI gab im offiziellen Kommuniqué zwar keinen genauen Streckenabschnitt oder die exakte Haltung an. Fachmedien verweisen jedoch darauf, dass der Verband seit Jahren Haltungen wie das Auflegen der Unterarme auf dem Lenker ohne Extensions ('Puppy Paws') oder das Sitzen auf dem Oberrohr ('Super Tuck') streng sanktioniert. Vor der WM waren in der Saison laut Cyclingnews bereits 34 Verwarnungen und Strafen für dieses Vergehen ausgesprochen worden.
Das nimmst du mit: Teile deine Kräfte auf langen Strecken konservativ ein und behalte für maximale Kontrolle jederzeit sicheren Kontakt zu Lenker und Bremsen.
Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.