Lange Matches fordern Körper und Nerven. Berichte der Tour zeigen, wie Flüssigkeit, Energie und mentale Strategien über Sieg und Niederlage entscheiden.
Auf dem Tennisplatz entscheidet selten allein der beste Schlag über den Ausgang eines Matches. Wenn sich Duelle über zwei bis drei Stunden ziehen oder bei Grand-Slam-Turnieren über fünf Sätze gehen, treten andere Faktoren in den Vordergrund: der Erhalt der körperlichen Leistungsfähigkeit, die Zufuhr von Flüssigkeit und Energie sowie die Kontrolle der eigenen Emotionen.
Laut einem Beitrag der Sportwissenschaftlerin Dr. Simone Kumhofer auf tennisnet.com gehört Tennis durch wiederholte hochintensive Ballwechsel und lange Spieldauern zu den anspruchsvollsten Sportarten für den Wasserhaushalt. Bei Hitze verlieren Spieler oft deutlich mehr als einen Liter Schweiß pro Stunde. Geht dabei Flüssigkeit im Umfang von rund zwei Prozent des Körpergewichts verloren, lassen motorische Fähigkeiten wie die Feinmotorik am Schläger und die kognitive Entscheidungsfindung spürbar nach. Kumhofer weist darauf hin, dass Wasser allein oft unzureichend ist, da auch Elektrolyte ausgeschwemmt werden. Muskelkrämpfe am Matchende seien zudem selten nur ein Zeichen von Trinkmangel, sondern meist multifaktoriell bedingt, wobei neuromuskuläre Ermüdung die Hauptrolle spiele.
Dass sportlicher Erfolg nicht auf Kosten der grundlegenden Energiezufuhr erzwungen werden kann, verdeutlicht der Fall von Emma Navarro. Wie tennisnet.com berichtet, litt die US-Amerikanerin unter einem schweren relativen Energiedefizit im Sport (RED-S) durch jahrelange unzureichende Kalorienzufuhr, gepaart mit einer Hashimoto-Schilddrüsenunterfunktion. Trotz sportlicher Erfolge führten Gewichtsverlust und Unterversorgung zu Schwindel, Kopfschmerzen, mentalem Nebel und schließlich zum sportlichen Zusammenbruch, ehe eine Umstellung der Ernährung und ärztliche Begleitung Besserung brachten.
Auch Novak Djokovic betonte nach zähen Drei-Satz-Siegen bei den China Open in Peking, wie schwerwiegend körperliche Beeinträchtigungen die mentale Leistung stören. Laut Berichten von Tennis365 und Tennis Majors erklärte der Serbe, dass seine Probleme nicht an mangelnder Ausdauer lägen, sondern an gesundheitlichen Beschwerden. Wenn der Körper rebelliert, müsse man emotionale und geistige Energie aufbringen, um überhaupt auf dem Platz zu stehen, anstatt sich auf die Schläge und die Taktik konzentrieren zu können.
Trotz physischer Hürden gelingt es Athleten immer wieder, Matches im Kopf zu drehen. Carlos Alcaraz wehrte laut Berichten von Tennis Majors in Tokio einen 2:6-Rückstand im Tiebreak ab, holte sechs Punkte in Folge und gewann den Satz und das Spiel. Junge Profis wie Mirra Andreeva berichten laut Ubitennis davon, dass Nervosität vor Partien normal bleibe, es aber darauf ankomme, Frust oder Wut nach schwachen Phasen aktiv in Konzentration auf das Spiel umzulenken.
Die enorme Härte langer Partien führt im Profitennis auch zu Debatten über Spielformate. Während Andrew Abdo von den Australian Open laut tennisnet.com über kürzere Formate nachdachte und Daniil Medvedev laut Tennis365 Drei-Satz-Matches offen gegenübersteht, halten Alexander Zverev und Carlos Alcaraz vehement an Fünfsatzmatches bei Grand Slams fest. Zverev bezeichnete den Modus als eine der extremsten körperlichen Herausforderungen überhaupt.
Für das eigene Clubmatch oder ein intensives Training lassen sich aus den Erfahrungen der Profis wertvolle Schlüsse ziehen:
Bei anhaltenden Erschöpfungszuständen, starkem Schwindel oder wiederkehrenden Krämpfen sollte stets eine sportmedizinische oder fachärztliche Abklärung erfolgen.
Das nimmst du mit: Verhindere Leistungseinbrüche im Match, indem du frühzeitig Elektrolyte trinkst, für solide Energiezufuhr sorgst und Seitenwechsel für einen mentalen Reset nutzt.
Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.