Freeflyer fallen rund 30 % schneller als im Bauchflug – Trennung und Höhenreserve müssen mitwachsen. Warum Breakoff hier komplizierter und riskanter ist.
Warum gilt Trennung – das Auseinanderfliegen vor dem Öffnen – im Freefly als die heikelste Phase des ganzen Sprungs? Klartext: Freeflyer fallen rund 30 % schneller als in der klassischen Bauchlage [1], und diese höhere, dazu noch stark variierende Fallrate macht genau den Moment gefährlicher, in dem ihr euch eigentlich sichern wollt.
Die Grundregel bleibt gleich wie im Bauchflug: Trennung passiert auf einer vorher geplanten Höhe, mindestens 450 Meter über der geplanten Öffnungshöhe [2], damit horizontaler Abstand vor dem Öffnen entsteht. Was sich im Freefly ändert, ist die Tücke dahinter: Starke Fallraten-Unterschiede zwischen Positionen lassen euch schnell den Kontakt verlieren [1], was die Trennung selbst verwirrender und gefährlicher macht als im gleichmäßigeren Bauchflug.
Zwei konkrete Risikoszenarien machen das greifbar: Öffnet der tiefere Springer, während ein höherer noch im Freifall ist und horizontal nah dran, kann dieser durch den sich öffnenden Schirm hindurchfallen, während der Schirm abbremst [1]. Oder eine Off-Heading-Öffnung zwischen zwei nah beieinander liegenden Springern endet in einer Schirmkollision [1]. Beides sind keine theoretischen Randfälle, sondern der Grund, warum Freefly-Trennung eigene, striktere Regeln braucht.
Die Mindestmarge von 450 Metern über der Öffnungshöhe [2] ist eine Untergrenze, keine Zielgröße. Bei größeren Gruppen oder unerfahrenen Kombinationen lohnt sich bewusst mehr Puffer, gerade weil Freefly-Fallraten stärker streuen als im Bauchflug [1].
Weil Fallraten-Unterschiede im Freefly größer sind, verliert ihr euch als Gruppe leichter aus den Augen als im Bauchflug [1]. Genau deshalb muss Trennung hier aktiver gemanagt werden statt passiv „mitzulaufen".
Ziel der Trennung ist maximaler horizontaler Abstand zu allen anderen in deinem Luftraum, bevor du öffnest. Reines Sinken ohne Vorwärtsbewegung reicht nicht – ein sauberer, flacher Track bringt dich seitlich aus der Gefahrenzone.
Wenn ein tiefer liegender Springer öffnet, während du horizontal nah dran und noch im Freifall bist, riskierst du, durch seinen sich öffnenden Schirm zu fallen [1]. Genau deshalb ist maximale horizontale statt nur vertikale Distanz das eigentliche Ziel der Trennung.
Sprecht am Boden explizit ab, wer wann trackt und wer zuerst öffnet. Diese eine Absprache verhindert im Ernstfall, dass zwei Personen gleichzeitig reagieren und sich dabei in die Quere kommen.
Die zwei größten freefly-spezifischen Risiken bei der Trennung sind das Durchfallen durch einen sich öffnenden Schirm eines tiefer liegenden Springers und die Schirmkollision durch eine Off-Heading-Öffnung zwischen nah beieinander liegenden Springern [1]. Beide entstehen primär durch zu wenig horizontale Distanz, nicht durch technisches Versagen.
Plan deshalb jede Trennung mit mehr Höhenpuffer und mehr geplanter horizontaler Distanz, als du im Bauchflug gewohnt bist. Bei Unsicherheit über die eigene Position relativ zur Gruppe: früher trennen statt später, lieber zu vorsichtig als zu spät.
Übe deinen Track isoliert und regelmäßig, nicht nur als Nebenprodukt anderer Sprünge. Ein sauberer, effizienter Track ist eine eigene Fertigkeit, die mit Wiederholung deutlich besser wird – und genau diese Fertigkeit entscheidet in der kritischen Trennphase über echte Sicherheitsmarge.
Ein Kniff aus erfahrenen Teams: Legt vor dem Sprung nicht nur die Trennhöhe, sondern auch eine Notfall-Trennhöhe fest, ab der jeder sofort und ohne weitere Abstimmung selbstständig trennt, egal was gerade passiert. Diese Regel im Kopf zu haben nimmt im Ernstfall die Zeit fürs Nachdenken raus.
Weil Freeflyer rund 30 % schneller fallen als im Bauchflug [1] und die Fallraten zwischen Positionen stärker variieren – das lässt euch leichter den Kontakt verlieren und macht Trennung komplizierter und riskanter [1].
Die Mindestmarge liegt bei 450 Metern über der geplanten Öffnungshöhe [2] – im Freefly ist es aber sinnvoll, bewusst mehr Puffer einzuplanen, wegen der größeren Fallraten-Streuung [1].
Zwei Hauptrisiken: Ein höher liegender Springer kann durch den sich öffnenden Schirm eines tieferen fallen, oder eine Off-Heading-Öffnung führt zu einer direkten Schirmkollision [1]. Beides ist eine Folge von zu wenig horizontaler Distanz, nicht von Pech.
Übe ihn regelmäßig und isoliert, nicht nur beiläufig. Ziel ist maximale horizontale Distanz vor dem Öffnen – ein flacher, effizienter Track bringt dich seitlich aus der Gefahrenzone, reines Sinken reicht dafür nicht aus.