Low-Kick

Der Tritt gegen den Oberschenkel des Gegners, ausgeführt mit dem Schienbein. Kernwaffe im Kickboxen und Muay Thai.

Worauf es ankommt

Der Low-Kick wirkt kumulativ: Ein einzelner beendet selten etwas, aber nach fünf oder sechs trägt das Standbein des Gegners nicht mehr richtig, und seine Beweglichkeit bricht weg. Technisch triffst du mit dem harten Schienbein, nicht mit dem Fußrücken, und die Kraft kommt aus der Rotation — Standfuß dreht auf dem Ballen mit, Hüfte schiebt durch, der Tritt geht durch das Ziel hindurch statt daran zu stoppen. Zwei Dinge sind wichtig: Erstens senkt sich beim Treten fast automatisch die Führhand, was die Gegen-Rechte einlädt — Deckung bleibt oben. Zweitens ist das Schienbein anfangs empfindlich; Konditionierung passiert über Jahre an Pratzen und Sandsack, nicht über schnelle Härtungstricks. Wichtig fürs Wettkampfrecht: Im olympischen Taekwondo und in vielen Kickbox-Regelwerken (z. B. Point-Fighting) sind Low-Kicks nicht erlaubt — prüfe immer das Regelwerk deiner Disziplin.