Kitchen, Dink, Zwei-Bounce-Regel: Alle Pickleball-Fachbegriffe locker und verständlich erklärt – dein perfekter Start vor den anderen Guides.
## Einleitung „Was zum Teufel ist eigentlich die Kitchen, und warum reden alle vom Dink?" Wenn du gerade erst mit Pickleball anfängst, wirst du in den anderen Guides schnell über Wörter stolpern, die einfach vorausgesetzt werden. Deshalb gibt's hier das Pickleball-ABC: alle wichtigen Begriffe kurz, locker und ohne Lexikon-Ton erklärt — damit du ab jetzt jeden Guide auf Anhieb verstehst.
Paddle: Der Schläger im Pickleball — flach, ohne Bespannung, meist aus einer Carbon- oder Verbund-Deckschicht über einem Wabenkern. Stell's dir vor wie eine Mischung aus Tischtennisschläger (Form) und Tennisschläger (Größe).
Sweet Spot: Die Zone auf der Paddle-Fläche, in der der Ball am saubersten und kraftvollsten abspringt. Triffst du daneben, fühlt sich der Schlag wabbelig an und der Ball verliert spürbar Power — wie beim Baseball- oder Golfschläger, wo die Mitte einfach am meisten bringt.
Swing-Weight: Wie schwer sich dein Schwung anfühlt, wenn du das Paddle bewegst — nicht das reine Gewicht auf der Waage, sondern wie träge es sich beim Schwingen anfühlt. Ein niedriges Swing-Weight fühlt sich wendig an, ein hohes zieht dich förmlich hinter sich her.
Twist-Weight (Trägheitsmoment, MOI): Wie stabil dein Paddle bleibt, wenn du den Ball nicht mittig, sondern etwas neben dem Sweet Spot triffst. Ein hohes Twist-Weight heißt: Das Paddle verdreht sich kaum in der Hand und verzeiht dir Fehltreffer. Für Einsteiger gilt: lieber verzeihend als brachial.
Ball (Indoor/Outdoor): Ein Kunststoffball voller Löcher, ähnlich einem Wiffleball. Indoor-Bälle haben weniger, größere Löcher und fliegen langsamer; Outdoor-Bälle haben mehr, kleinere Löcher und sind windstabiler — nimm den, der zu deinem Platz passt.
Court: Das Spielfeld, 6,10 × 13,41 m — etwa so groß wie ein Badmintonfeld, deutlich kleiner als ein Tennisplatz. Genau das ist der Grund, warum du hier so schnell mithältst.
Kitchen (Non-Volley-Zone): Die 2,13 m tiefe Zone direkt am Netz, auf beiden Seiten. Hier darfst du den Ball nicht aus der Luft (als Volley) schlagen — der Spitzname kommt daher, dass du hier eben nicht „kochen", sprich nicht scharf reinhauen darfst.
Kitchen-Linie: Die Grenze, die die Kitchen vom Rest des Feldes trennt — deine Ziellinie im späten Ballwechsel, wenn du und dein Partner Schritt für Schritt ans Netz vorrückt.
Grundlinie: Die hintere Linie des Feldes, dort, wo du beim Aufschlag stehst — und der Ort, von dem aus du dich bei einem hohen Ball besser seitlich zurückbewegst, statt rückwärtszulaufen.
Zwei-Bounce-Regel: Die wichtigste Anfängerregel überhaupt: Aufschlag und Return müssen je einmal auf dem Boden aufspringen, bevor irgendjemand volleyen darf. Sie verhindert, dass ein Team direkt nach dem Aufschlag ans Netz stürmt, und erzwingt so saubere Ballwechsel von der Grundlinie.
Aufschlag (Serve): Der Startschlag jedes Punkts. Der Ball wird unterhalb der Taille getroffen, das Paddle bleibt dabei unter deinem Handgelenk, geschlagen wird diagonal ins gegenüberliegende Feld.
Drop-Serve: Eine erlaubte Alternative zum klassischen Aufschlag — du lässt den Ball einfach fallen, lässt ihn aufspringen und schlägst ihn dann. Etwas einfacher zu timen als der klassische Unterhand-Aufschlag.
Return: Der erste Schlag der Rückschlagseite, mit dem der Aufschlag beantwortet wird. Laut Zwei-Bounce-Regel muss auch er erst einmal aufspringen, bevor er als Volley gespielt werden darf.
Volley: Ein Schlag, bei dem du den Ball direkt aus der Luft nimmst, bevor er den Boden berührt. Erlaubt überall auf dem Court — außer in der Kitchen.
Score-Ruf: Im Doppel wird vor jedem Aufschlag eine Zahlenfolge laut gerufen: eigener Punktestand, gegnerischer Punktestand, Aufschläger 1 oder 2. Klingt anfangs kompliziert, sitzt aber nach zwei, drei Spielen wie von selbst.
Dink: Ein weicher, kontrollierter Ball, der knapp über das Netz direkt in die gegnerische Kitchen fällt — das Herzstück des Netzspiels. Denk an sanftes Schieben statt hartes Schlagen.
Dritter Ball (Third Shot Drop): Der dritte Schlag im Ballwechsel, gespielt vom aufschlagenden Team nach Aufschlag und Return. Weich und hoch in die gegnerische Kitchen gespielt statt hart, nimmt er dem Gegner das Tempo und gibt deinem Team Zeit, gemeinsam ans Netz vorzurücken.
Reset: Ein defensiver Schlag, mit dem du einen harten, druckvollen Ball weich abfängst und ihm die Wucht nimmst, sodass er sanft in der Kitchen landet — statt ihn hart zurückzuschlagen und damit den Punkt zu riskieren.
Drive: Ein harter, flacher Schlag mit viel Tempo — das Gegenteil vom Dink. Im Pickleball seltener nötig als im Tennis, weil Platzierung meist mehr bringt als reine Power.
Split-Step: Ein kleiner Hüpfer, den du machst, kurz bevor dein Gegner den Ball trifft. Du landest leicht auf beiden Fußballen und bist dadurch sofort bereit, in jede Richtung explosiv zu starten.
Grundstellung (Ready Position): Deine Basis-Haltung zwischen den Schlägen — Füße etwas breiter als schulterbreit, Hüfte und Knie gebeugt, Paddle vor dem Körper. Kein Warten, sondern der Ausgangspunkt für jede Bewegung im Ballwechsel.
Kreuzschritte: Die Art, wie du dich seitlich bewegst, statt rückwärtszulaufen, wenn ein hoher Ball hinter dich fliegt. Ein Fuß kreuzt vor oder hinter den anderen, sodass du balanciert bleibst statt zu stolpern.
## Pro-Tipp Merk dir die drei K: Kitchen, Kreuzschritt, Kontrolle. Diese drei Begriffe tauchen in praktisch jedem Pickleball-Guide auf — hast du sie einmal verinnerlicht, verstehst du auf Anhieb, worum es bei Regeln, Sicherheit und Taktik im Kern immer geht. Stolperst du beim nächsten Guide trotzdem über ein Wort, komm einfach hierher zurück — das Glossar läuft nicht weg.
### Was ist die Kitchen beim Pickleball? Die Kitchen ist die 2,13 m tiefe Zone direkt am Netz, auf beiden Seiten. Innerhalb dieser Zone darfst du den Ball nicht aus der Luft schlagen (volleyen) — nur, wenn er vorher schon einmal aufgesprungen ist. Der Name kommt daher, dass du hier eben nicht scharf „reinkochen" darfst, sondern nur weiche Bälle spielst.
### Was ist ein Dink beim Pickleball? Ein Dink ist ein weicher, kurzer Schlag, der knapp über das Netz direkt in die gegnerische Kitchen fällt. Statt zu schlagen, schiebst du den Ball förmlich über die Netzkante. Der Dink ist der wichtigste Schlag im Netzduell, weil er dem Gegner keine Angriffsfläche für einen harten Konter bietet.
### Was bedeutet die Zwei-Bounce-Regel? Sie besagt, dass sowohl der Aufschlag als auch der Return einmal auf dem Boden aufspringen müssen, bevor irgendjemand den Ball als Volley aus der Luft spielen darf. Damit verhindert die Regel, dass ein Team direkt nach dem Aufschlag ans Netz stürmt, und sorgt für faire, saubere Ballwechsel von der Grundlinie aus.
### Was ist der dritte Ball beim Pickleball? Der dritte Ball ist der dritte Schlag im Ballwechsel — der erste Schlag des aufschlagenden Teams, nachdem Aufschlag und Return je einmal aufgesprungen sind. Spielst du ihn weich und hoch in die gegnerische Kitchen statt hart, nimmst du dem Gegner das Tempo und gewinnst Zeit, gemeinsam mit deinem Partner ans Netz vorzurücken.
### Was ist der Unterschied zwischen Swing-Weight und Twist-Weight? Swing-Weight beschreibt, wie schwer sich der Schwung des Paddles anfühlt, wenn du es bewegst — wendig oder träge. Twist-Weight beschreibt dagegen, wie stabil das Paddle bleibt, wenn du den Ball nicht mittig triffst, sondern etwas neben dem Sweet Spot. Für Einsteiger zählt vor allem: leicht und ausgewogen schlägt teuer und extrem.