Radfahren: Das Radfahren-ABC – alle Fachbegriffe erklärt

Kadenz, Kassette, Cross-Chaining: Das Radfahren-ABC erklärt dir locker und verständlich alle wichtigen Fachbegriffe, bevor es auf die erste Runde geht.

Sportart: Radfahren · Level: Anfänger

Einleitung

„Schalt vorausschauend, sonst kommt dir gleich der Kettenklemmer" – wenn du bei so einem Satz nur Bahnhof verstehst, geht's dir wie den meisten Einsteigern. Radfahren hat sein eigenes kleines Vokabular, das in fast jedem DOMISPORTS-Guide vorausgesetzt wird, ohne extra erklärt zu werden. Dieses Glossar holt das jetzt locker nach, mit Alltagsvergleichen statt Lexikon-Ton – danach verstehst du jeden anderen Radfahren-Guide sofort.

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Pro-Tipp

Häng dir die drei größten Anfängerfehler als Eselsbrücke auf: Sattel zu niedrig killt die Knie, Vorderbremse ruckartig killt dein Gleichgewicht, Schalten unter Volllast killt die Kette. Wenn du diese drei Klassiker vermeidest, bist du technisch schon vor den meisten Neueinsteigern.

FAQ

Was ist eine Kadenz beim Radfahren?

Die Kadenz, auch Trittfrequenz genannt, ist die Anzahl der Kurbelumdrehungen pro Minute. Ein Wert von 80 bis 90 gilt als ökonomisch: Du trittst schneller, aber mit weniger Kraft pro Umdrehung, statt dich mit einem zu schweren Gang durch jede Pedalumdrehung zu quälen. Ein zu niedriger Wert belastet die Knie unnötig.

Was bedeutet Schräglauf oder Cross-Chaining?

Schräglauf entsteht, wenn die Kette stark diagonal verläuft – zum Beispiel vorne auf dem größten Kettenblatt und hinten gleichzeitig auf dem größten Ritzel. Das kostet Kraft durch Reibung, erzeugt Schleifgeräusche am Umwerfer und verschleißt Kette und Ritzel schneller. Schalte in solchen Fällen lieber vorne auf ein kleineres Kettenblatt.

Was ist die 70/30-Regel beim Bremsen?

Sie beschreibt, wie sich die Bremskraft zwischen Vorder- und Hinterrad verteilen sollte: etwa 70 % über die Vorderradbremse, 30 % über die Hinterradbremse. Grund ist die Physik: Beim Bremsen verlagert sich dein Gewicht nach vorne, wodurch der Vorderreifen mehr Grip hat und mehr Bremskraft verträgt, ohne wegzurutschen.

Wozu dient das Einbremsen neuer Bremsbeläge?

Neue Bremsbeläge oder Bremsscheiben brauchen 20 bis 30 moderate Bremsungen aus mittlerer Geschwindigkeit, ohne komplett zum Stillstand zu kommen. Dabei raut sich die Oberfläche der Beläge optimal auf. Ohne dieses Einbremsen bleibt die Bremswirkung schwächer und du merkst das besonders in echten Notbremsungen.

Was ist der Unterschied zwischen Kassette und Kettenblatt?

Die Kassette sitzt hinten am Rad und besteht aus mehreren Ritzeln unterschiedlicher Größe. Die Kettenblätter sitzen vorne direkt an der Kurbel. Hinten schaltest du für die Feinabstimmung, vorne für den großen Sprung: kleines Kettenblatt für Berge, großes für Tempo in der Ebene.

Key Takeaways

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