Atemtechnik: Die Basis jeder Schwimmbewegung

Richtig atmen im Wasser ist der häufigste Stolperstein für Schwimmanfänger. Lisa erklärt, warum kontrolliertes Ausatmen unter Wasser der Schlüssel zu flüssigem Schwimmen ist.

Sportart: Schwimmen · Level: Anfänger

Atmen im Wasser – die unterschätzte Grundlage

„Schau dir 90% aller Schwimmanfänger an", sagt Lisa, „und du siehst das gleiche Problem: Sie halten die Luft an, wenn das Gesicht im Wasser ist. Das macht alles viel anstrengender als es sein muss."

Markus nickt: „Als ich das erste Mal gelernt habe, kontinuierlich durch die Nase auszuatmen, hat sich mein ganzes Schwimmen verändert. Plötzlich war der Rhythmus da."

Das Prinzip: Ausatmen unter Wasser

Beim Schwimmen gilt eine einfache, aber oft kontraintuitiv wirkende Regel:

Viele Anfänger machen es genau falsch: Sie halten die Luft an unter Wasser und versuchen dann gleichzeitig aus- UND einzuatmen, wenn der Kopf über dem Wasser ist. Das führt zu Panik, Verkrampfung und schlechter Technik.

Warum kontinuierliches Ausatmen so wichtig ist

  1. CO₂-Management: Dein Körper signalisiert „Atemnot" durch CO₂-Anstieg, nicht durch Sauerstoffmangel. Wer ausatmet, hält CO₂ niedrig und bleibt ruhig.
  2. Rhythmus: Gleichmäßiges Ausatmen schafft einen natürlichen Bewegungsrhythmus.
  3. Entspannung: Wenn du ausatmest, entspannt sich automatisch dein Körper – keine Verkrampfung mehr.
  4. Auftrieb stabilisieren: Volles Ausatmen verändert den Auftrieb kaum, wenn die Technik stimmt.

Übungen ohne großes Equipment

Übung 1: Blasen an der Wasseroberfläche Halte den Beckenrand und lege dein Gesicht auf die Wasseroberfläche. Atme ein, tauche unter und blase langsam Blasen aus. Heben, einatmen. Wiederhole 10x.

Übung 2: Bob-Übung (Eintauchen & Ausatmen) Stehe im Flachbereich. Atme ein, tauche komplett unter, atme unter Wasser aus (Blasen!), komme hoch. Ziel: Unter Wasser komplett ausgeatmet sein, bevor du auftauchst.

Übung 3: Seitliches Atmen im Stehen Stehe mit einer Schulter zur Wasseroberfläche. Drehe den Kopf seitlich aus dem Wasser, atme ein. Drehe zurück, atme aus. Das ist die Grundlage für das Kraulatmen.

Lisa's Tipp: „Übe die Bob-Übung täglich – 5 Minuten reichen. Nach einer Woche wird Atmen im Wasser zur zweiten Natur."

Kein Equipment nötig

Diese Übungen funktionieren komplett ohne Hilfsmittel. Ohrstöpsel können das Einatmen angenehmer machen, sind aber absolut kein Muss.

Schritt für Schritt

  1. Blasen an der Oberfläche: Gesicht auf die Wasseroberfläche legen, einatmen, untertauchen, langsam ausatmen (Blasen sehen!). 10 Wiederholungen.
  2. Bob-Übung: Im Flachbereich: einatmen, komplett untertauchen, unter Wasser vollständig ausatmen, auftauchen. Kein Hektik.
  3. Rhythmus finden: Rhythmus aufbauen: 3 Sekunden untertauchen & ausatmen, 1 Sekunde auftauchen & einatmen. Wieder und wieder.
  4. Seitliches Atmen: Schulter zur Wasseroberfläche drehen, Kopf seitlich rausnehmen, einatmen. Zurückdrehen, ausatmen. Basis für Kraulatmen.
  5. Kombinieren: Bewege dich beim Aus-/Einatmen vorwärts: Abdrücken vom Beckenrand, ausatmen, Kopf seitlich zum Einatmen drehen, weitergleiten.

Key Takeaways

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