Trampolinturnen: Die fünf Grundsprünge

Stoppsprung, Strecksprung, Sitz-, Hock- und Grätschwinkelsprung: die fünf Basissprünge in der richtigen Reihenfolge lernen, bevor ein Salto überhaupt zur Debatte steht.

Sportart: Turnen · Level: Anfänger

Einleitung

Welchen Sprung lernst du beim Trampolinturnen zuerst? Nicht den Salto – das wäre, als würdest du mit dem Abitur anfangen wollen, bevor du lesen kannst. Die Reihenfolge ist klar festgelegt: Stoppsprung, Strecksprung, dann die drei klassischen Grundsprünge Sitzsprung, Hocksprung und Grätschwinkelsprung [1].

Diese fünf Sprünge sind nicht „die einfache Version" von etwas Cooleren – sie SIND die Basis, auf der jeder Salto später aufbaut. Wer sie sauber turnt, hat Körperspannung, Fußgelenkskontrolle und Landetechnik schon automatisiert, bevor überhaupt eine Drehung dazukommt.

Der Grund, warum diese Reihenfolge so wichtig ist: Vollständige Beherrschung der Grundsprünge ist Voraussetzung, bevor zu schwierigeren Fertigkeiten übergegangen wird [2] – das ist keine Vorsichtsmaßnahme, sondern der zentrale Sicherheitsmechanismus des ganzen Sports. Ohne diese Basis fehlt dir im entscheidenden Moment die Kontrolle über deinen eigenen Körper in der Luft.

Die gute Nachricht: Jeder dieser fünf Sprünge fühlt sich nach wenigen Einheiten schon richtig an. Du wirst nicht Wochen an einer einzigen Landung hängen bleiben – aber du wirst sie so oft wiederholen, bis sie automatisch sitzt.

Was du brauchst

Schritt für Schritt

1. Der Stoppsprung: deine Notbremse

Aus der Luft mit gebeugten Knien landen, ganze Fußsohle auf dem Tuch, Blick nach vorn – und stehen bleiben, statt weiterzuspringen [1]. Dieser Sprung wird nach jeder Übung geturnt, um kontrolliert abzustoppen. Er ist der wichtigste Sprung, den du lernst, obwohl er am wenigsten spektakulär aussieht.

2. Der Strecksprung: dein Basissprung

Arme gehen beim Absprung nach vorn hoch, Beine geschlossen, Fußspitzen gestreckt, Gesäß angespannt [1]. Jeder andere Sprung im Trampolinturnen beginnt oder endet in dieser gestreckten Grundposition – sie ist dein Fahrwerk.

3. Der Sitzsprung: Landung im Sitzen

Nach dreimaligem Ansprung schiebst du die Hüfte nach oben und landest mit gestreckten Beinen sitzend auf dem Tuch, Hände kurz hinter dem Po aufgesetzt [1]. Beim Aufstehen schiebst du die Hüfte wieder hoch und klappst die Beine ab, um auf die Füße zurückzukommen.

4. Der Hocksprung: Knie zur Brust

In der Luft ziehst du die Knie mit einem 90-Grad-Winkel an, umgreifst sie kurz mit den Händen, dann schnellen die Arme wieder über den Kopf für die Landung im Stoppsprung [1]. Diese Hockposition ist später die Basis für jeden getuckten Salto.

5. Der Grätschwinkelsprung: Beine auseinander

Die Beine gehen gestreckt auseinander, die Arme greifen nach vorn zu den Fußgelenken, der Rücken bleibt gerade [1]. Achte auf einen kleinen Hüftwinkel – wird er zu groß, wird aus dem Grätschwinkel ein wackliger, unkontrollierter Spagat, der dich die Kontrolle kostet.

Häufige Fehler

Sicherheitshinweise

Der Stoppsprung ist mehr als Technik, er ist deine Versicherung: Ohne ihn kannst du nach einem missglückten Sprung unkontrolliert weiterschleudern. Turne ihn so oft, bis er automatisch kommt, auch wenn du müde bist.

Alle Grundsprünge werden zunächst mit klaren Korrekturhinweisen von einem Coach begleitet – Selbststudium per Video ersetzt nie die direkte Rückmeldung, gerade bei Landetechnik, wo Millimeter über sauber oder unsauber entscheiden [2].

Pro-Tipp

Turne die fünf Grundsprünge nicht isoliert, sondern in Kombinationen: Strecksprung–Sitzsprung–Strecksprung–Hocksprung. Das trainiert genau den Rhythmuswechsel, den du später für ganze Küren brauchst – lange bevor ein einziger Salto drankommt.

Ein Kniff, den erfahrene Trainer:innen gern verraten: Sprich die Landung laut mit („Knie – Fuß – stopp"). Das klingt albern, synchronisiert aber Kopf und Körper schneller als stilles Üben.

FAQ

In welcher Reihenfolge lerne ich die Trampolin-Grundsprünge?

Stoppsprung zuerst, dann Strecksprung als Basis, danach Sitzsprung, Hocksprung und Grätschwinkelsprung [1]. Diese Reihenfolge ist nicht zufällig – jeder Sprung bereitet Körperspannung und Landetechnik für den nächsten vor.

Wie oft muss ich einen Grundsprung üben, bevor der nächste kommt?

Es gibt keine feste Zahl, aber die Regel ist klar: vollständige Beherrschung vor dem nächsten Schritt [2]. Das bedeutet meist mehrere Einheiten pro Sprung, nicht eine einzige Stunde.

Was mache ich, wenn ein Sprung schiefgeht?

Genau dafür lernst du zuerst den Stoppsprung: Knie beugen, Fußsohle aufsetzen, stehen bleiben statt weiterzuspringen [1]. Er fängt jede missglückte Landung sicher ab, wenn du ihn automatisiert hast.

Sind Grundsprünge auch für Erwachsene sinnvoll, die spät einsteigen?

Ja, sogar besonders. Erwachsene überspringen die Basics oft aus Ungeduld – dabei ist genau diese Automatisierung der Grund, warum Kinder später scheinbar „mutiger" wirken. Sie haben schlicht mehr Wiederholungen der Grundsprünge hinter sich.

Schritt für Schritt

  1. Stoppsprung als Notbremse: Mit gebeugten Knien landen und stehen bleiben – der wichtigste Sprung, obwohl unspektakulär.
  2. Strecksprung als Basis: Gestreckte Grundposition, aus der jeder andere Sprung startet oder endet.
  3. Sitz- und Hocksprung aufbauen: Landung im Sitzen, dann Knie-zur-Brust – die Basis für den späteren getuckten Salto.
  4. Grätschwinkelsprung ergänzen: Beine gestreckt auseinander, kleiner Hüftwinkel, Rücken gerade – der letzte Grundsprung.

Key Takeaways

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