SUP: Das SUP-ABC – alle Fachbegriffe erklärt

iSUP, Leash, Pivot Turn, Windschatten: Das SUP-ABC erklärt dir locker alle Fachbegriffe, die dir in den ersten SUP-Guides begegnen.

Sportart: SUP · Level: Anfänger

## Einleitung "Was heißt eigentlich iSUP, und wieso hat mein Paddel diesen komischen Knick?" Wenn du gerade erst mit Stand Up Paddling anfängst, prasseln in den ersten Guides ziemlich viele Fachbegriffe auf dich ein. Keine Sorge: Fast alle davon sind kinderleicht, sobald du sie einmal gesehen hast. Dieses SUP-ABC ist deine Übersetzungshilfe für den Einstieg — lies es einmal in Ruhe durch, bevor du in die anderen Guides startest, und du verstehst ab sofort jedes Wort, das dir am Wasser über den Weg läuft.

Dein Board: Material & Ausrüstung

iSUP steht für "Inflatable SUP", also ein aufblasbares Board. Du rollst es zusammengefaltet aus dem Rucksack, pumpst es auf, und hast einen kompletten Board-Ersatz für die Zwei-Zimmer-Wohnung. Für die meisten Einsteiger die beste Wahl, weil leicht zu transportieren und nachgiebig, falls du mal draufstürzt.

Hardboard ist das Gegenteil: ein festes Board wie ein klassisches Surfbrett, meist aus Epoxid oder Fiberglas. Schneller und steifer im Wasser, dafür brauchst du einen Dachträger und mehr Stauraum zu Hause.

Volumen (angegeben in Litern) verrät dir, wie viel Gewicht dein Board tragen kann, bevor es absäuft — im Grunde wie die Zuladung eines Autos. Faustregel für Einsteiger: Körpergewicht in Kilogramm mal zwei ergibt dein Mindestvolumen.

Deckpad ist die griffige Schaumstoffauflage auf dem Board, auf der du stehst. Sie sorgt dafür, dass deine nassen Füße nicht wegrutschen wie auf einer glatten Fliese.

Nose und Tail sind einfach die Boardspitze vorne und das Heck hinten — genau wie Bug und Heck bei einem Boot.

Rail nennt man die seitliche Kante deines Boards, an der das Paddel beim Vorwärtsschlag entlanggleitet.

Sweet Spot ist der Balancepunkt in der Mitte des Boards, meist direkt am Tragegriff. Hier stehst du am stabilsten, wie im Zentrum einer Wippe.

Finne (englisch Fin) sitzt unter dem Heck und hält dein Board auf Kurs — ähnlich wie ein Kiel oder Ruder bei einem Segelboot.

PSI ist die Maßeinheit für den Luftdruck in deinem iSUP. Je höher der PSI-Wert, desto härter und steifer liegt das Board im Wasser.

Leash ist die Sicherungsleine zwischen deinem Fußgelenk (oder deiner Hüfte) und dem Board. Sie ist dein wichtigstes Sicherheitsteil, denn ein Board treibt bei Wind schneller ab, als du hinterherschwimmen kannst.

PFD (Personal Flotation Device) ist der englische Fachbegriff für deine Schwimm- oder Rettungsweste.

Dein Paddel

Schaft ist der lange Stiel deines Paddels, das Blatt die Fläche, die ins Wasser eintaucht, und der Knauf (auch T-Grip genannt) der Griff ganz oben, an dem immer eine Hand liegt.

Canted Blade beschreibt den Knick zwischen Schaft und Blatt. Wirkt auf den ersten Blick seltsam, sorgt aber dafür, dass das Blatt während der Zugphase senkrecht im Wasser steht, statt wie ein Suppenlöffel nach hinten wegzukippen.

Technik-Basics

Jeder Paddelschlag läuft in vier Phasen ab: Catch (Blatt eintauchen), Power (die eigentliche Zugphase), Release (Aushub am Ende) und Recovery (Rückholphase in der Luft zurück nach vorne). Klingt nach viel, ist aber einfach der natürliche Rhythmus, den jeder Paddelschlag automatisch hat.

Sweep Stroke (Bogenschlag) ist ein weiter, bogenförmiger Schlag, mit dem du dein Board wendest — vergleichbar mit einem Ruderboot, das nur auf einer Seite rudert und sich dadurch dreht.

C-Schlag und J-Schlag sind Varianten des Vorwärtsschlags, bei denen du die Paddelbahn wie die Buchstaben C oder J formst. So hältst du die Fahrtrichtung, ohne bei jedem Schlag die Seite wechseln zu müssen.

Pivot Turn ist die schnelle Drehung auf der Stelle: Du trittst Richtung Tail zurück, die Nose hebt sich aus dem Wasser, und du drehst dich fast wie auf einem Drehteller.

Cross-Step nennt man das Laufen auf dem Board nach vorne oder hinten, statt seitlich zu trippeln — die fortgeschrittene Art, schnell die Position zu wechseln.

Reach ist das weite Vorstrecken der Arme zu Beginn des Schlags, noch bevor das Blatt überhaupt eintaucht.

Wind, Wasser & Taktik

Downwind heißt, mit dem Wind im Rücken zu paddeln — oft kombiniert damit, kleine Wellen (Bumps) auszunutzen, um dich fast gratis vorwärtstreiben zu lassen.

Windschatten (auch Wash-Riding genannt) bezeichnet das Fahren direkt hinter einem anderen Paddler, um Kraft zu sparen — dasselbe Prinzip wie Windschattenfahren beim Radrennen.

Planing Hull (Gleiter) und Displacement Hull (Verdränger) beschreiben die Rumpfform deines Boards: flach und breit für maximale Stabilität (Planing) oder spitz zulaufend wie ein Kanu für mehr Tempo auf langen Touren (Displacement).

Kadenz ist einfach dein Schlagtempo — wie viele Paddelschläge du pro Minute machst.

## Pro-Tipp Merk dir die vier Schlagphasen wie eine Erste-Hilfe-Regel. Catch, Power, Release, Recovery klingt fast wie CPR (die englische Abkürzung für Wiederbelebung) — und genau das ist es auch: Mit jedem Zyklus "belebst" du deinen Vortrieb neu. Wenn du beim nächsten Paddeln kurz innehältst und dir bewusst diese vier Buchstaben durchgehst, merkst du sofort, welche Phase bei dir gerade zu hektisch oder zu kurz ausfällt.

FAQ

### Was ist ein iSUP beim SUP? Ein iSUP ist ein aufblasbares Stand-Up-Paddle-Board ("Inflatable SUP"). Du transportierst es zusammengerollt in einem Rucksack und pumpst es vor Ort mit einer Handpumpe auf einen festen Innendruck auf. iSUPs sind leichter zu lagern und zu transportieren als feste Hardboards und verzeihen Anfängerfehler wie kleinere Stürze deutlich besser.

### Was bedeutet PSI beim SUP-Board? PSI ist die Maßeinheit für den Luftdruck in deinem aufblasbaren Board. Die meisten Einsteiger-iSUPs werden mit 12 bis 15 PSI, hochwertige Modelle mit bis zu 20 PSI aufgepumpt. Ist der Druck zu niedrig, biegt sich das Board unter deinem Gewicht durch, wird instabil und deutlich langsamer im Wasser.

### Was ist die Leash beim Stand Up Paddling? Die Leash ist eine Sicherungsleine, die dich fest mit deinem Board verbindet, meist am Fußgelenk befestigt. Fällst du ins Wasser, verhinderst sie, dass dein Board bei Wind oder Strömung wegtreibt. Sie gilt als das wichtigste Sicherheitsteil überhaupt, weil ein Board deutlich schneller abtreibt, als du schwimmen kannst.

### Was ist ein Pivot Turn? Der Pivot Turn ist eine Drehtechnik, bei der du dein Gewicht weit nach hinten zum Tail verlagerst, sodass sich die Nose aus dem Wasser hebt. In dieser Position lässt sich das Board fast auf der Stelle drehen. Er wird vor allem bei engen Wenden im Rennen oder in Wellen gebraucht.

### Was bedeutet Windschatten (Wash-Riding) beim SUP? Windschatten oder Wash-Riding beschreibt das gezielte Fahren in der kleinen Bugwelle direkt hinter einem anderen Paddler. Dort ist der Wasserwiderstand spürbar geringer, wodurch du mit weniger Kraftaufwand dieselbe Geschwindigkeit hältst. Die Technik wird vor allem im SUP-Racing bei längeren Distanzrennen taktisch genutzt.

Key Takeaways

← Mehr SUP-Guides